Delegation informierte sich in Dieburg

Knowhow für Südafrikas WM

Eine südafrikanische Regierungsdelegation informierte sich bei der Firma TIM in Dieburg über Verkehrstechnologie.

Dieburg - (ves)   Ein straffes Programm hatte die südafrikanische Delegation aus Eastern Cape während ihres einwöchigen Aufenthaltes in Deutschland.

Auf der Suche nach neuen innovativen Verkehrstechniken reiste die Delegation, die unter anderem von der Ministerin für Transport, Safety and Liaison Ghishma Gloria Barry begleitet wurde, auch nach Dieburg. Barry, Ministerin in ihrer dritten Amtsperiode nimmt die bevorstehende Fußball-Weltmeisterschaft als Anlass, um nachhaltige und arbeitsplatzsichernde Verkehrstechnologien für ihr Land anzuschaffen, entsprechend der örtlichen Infrastruktur zu integrieren und einzusetzen.

Die größte Stadt der Provinz Eastern Cape ist Port Elisabeth, die neben East London der wichtigste Industriestandort ist. In der Provinz sind momentan rund 2200 Busse und über 14 000 Großraumtaxen im täglichen Einsatz. Barry ist es vor kurzem gelungen, den ersten Verbund für Busse zu gründen. Daher stand auch ein Besuch in der RMV-Zentrale im Taunus auf dem Programm. Ein weiterer Verbund für die Taxis ist in Planung und soll schnellst-möglichst umgesetzt werden.

„Es ist der Ministerin sehr wichtig, nicht auf die Schnelle irgendwelche Technologien zu kaufen, sondern ihr Schwerpunkt liegt eindeutig auf der Nachhaltigkeit“, berichtet Hermann D. Grünfeld, Geschäftsführer der Firma TIM (Traffic Information and Management GmbH) in Dieburg. In den Geschäftsräumen der Firma in der Lagerstraße wurde die Delegation unter anderem von Bürgermeister Dr. Werner Thomas, Diplom-Ingenieur Axel Scheer der IHK Darmstadt, den Geschäftsführern der Ingenieurgesellschaft Klaus Habermehl und Jürgen Follmann in Empfang genommen. In Zusammenarbeit mit den Partnerfirmen Siemens und PTV wurden den südafrikanischen Gästen verschiedene Verkehrsdatendienste präsentiert. TIM ist eine der wenigen Firmen im Bundesgebiet, die Echtzeitdaten einiger Fahrbetriebe liefert.

„Ein weiterer wichtiger Punkt für die Ministerin ist der Sicherheitsaspekt“, erklärt Grünfeld. So soll mit dem System sichergestellt werden, die Überwachung der Autos zu garantieren, entsprechende Routen dafür freizuschalten und alles über Echtzeitdaten verfolgen zu können. „Die Ausschreibung läuft jetzt im Herbst an und bis Anfang 2010 wird die Entscheidung über eine eventuelle Zusammenarbeit mit Eastern Cape fallen“, sagt Grünfeld.

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