Geschweifter Lichtstrahl entpuppt sich als Weltraumschrott / Volle Kirchen zu den Gottesdiensten

Komet am Weihnachtshimmel?

Einen besonders stimmungsvollen Abschluss fand das Fest gestern Abend beim großen Weihnachtskonzert in der Stadtpfarrkirche. Foto: Bernauer

Dieburg (bea/eha) - Ein rasender Lichtstrahl am Himmel zu Heiligabend - ein UFO, der Stern von Bethlehem oder gar der Weihnachtsmann? Die Weltraumbehörde ESA in Darmstadt hat den Spekulationen schnell ein Ende gesetzt.

Der helle Lichtschweif, den am frühen Heiligabend auch viele Menschen im Raum Dieburg gesehen haben, war ein verglühender Teil einer Sojus-Rakete. „Es handelte sich dabei um eine Oberstufe der Sojus-Rakete, die kürzlich drei Weltraumfahrer zur Internationalen Raumstation ISS gebracht hat“, sagte Bernhard von Weyhe, ESA-Sprecher der Nachrichtenagentur dpa.

Augenzeugen hatten von glühenden Streifen mit breitem Schweif gesprochen. Hörer riefen am 24. Dezember aufgeregt bei Radiosendern an. Was war das bloß? Eine Sternschnuppe, eine Rakete oder gar der Weihnachtsmann mit seinem Schlitten? Manche Beobachter vermuteten den Absturz eines Flugzeugs. Auch bei der Polizei gingen etliche Anrufer gewandt, die teilweise ein unerklärliches Phänomen hinter dem „Stern von Bethlehem“ vermuteten.

Von himmlischen Erscheinungen hatte man in der evangelischen Kirche an Heiligabend nichts gesehen. Dort ging alles ruhig über die Bühne. Nach dem Krippenspiel der Kinder begleitete der Gospelchor die Christvesper. Die Sänger waren nicht die einzigen, die den Gläubigen die frohe Kunde überbrachten. Auch der Posaunenchor brachte musikalischen Glanz Pfarrerin Dorothee Brenner gestaltete den Gottesdienst in einer Kirche, die kaum noch alle Besucher fassen konnte. Am späten Abend lud Pfarrer Dieter Schmidt zur stimmungsvollen „Lichterkirche“ ein.

Über mangelnden Besuch konnte sich auch Pfarrer Alexander Vogl von der katholischen Pfarrgemeinde St. Peter und Paul nicht beschweren. Voll besetzt waren Stadtpfarrkirche und St. Wolfgang bei den vielen Gottesdiensten am Weihnachtsfest. Der Musikverein, der Chor „RestaConNoi“, der Kirchenchor und die Band „halbelf“ sorgten für musikalische Stimmung. Die Kleinsten der Gemeinde sahen das Wunder der Weihnacht in eigenen Krippenfeiern.

Gestern Abend stand mit dem Weihnachtskonzert in der Pfarrkirche noch ein Highlight auf dem Programm. Mit 250 Chorsängern und den Frankfurter Sinfonikern klang das Weihnachtsfest im mit hunderten Besuchern gefüllten Kirchenschiff stimmungsvoll aus.

Quelle: op-online.de

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