Sonderausstellung wird morgen eröffnet

Kommen und Gehen in Hessen

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Museumsleiterin Maria Porzenheim (l.) und Kulturamtsleiterin Ulrike Posselt mit einer Tabakpresse, im Hintergrund ein Werbeaufsteller, mit dem junge Männer 1770 dazu animiert werden sollten, sich als Söldner zu verdingen.

Dieburg - Nein, um Autos wird es nicht gehen, bei der neuen Sonderausstellung im Museum Schloss Fechenbach, die morgen unter dem Titel „Hessen hybrid“ eröffnet wird, auch wenn sich dies zunächst aufdrängt.

Hybrid, das vom lateinischen hybrida „Mischling“ hergeleitete Wort jedoch ist ganz typisch für Hessen und somit für den Ausstellungsinhalt. Denn zentral in Deutschland gelegen ist fast Nichts und Niemand ein hessisches Original, sondern ein Hybride, aus vielen Einflüssen und Kulturen zusammengesetzt.

Die Ausstellung handelt vom Kommen und Gehen in Hessen, vom Fernweh, von Erinnerungen und den vielen Dingen, die damit verbunden sind. Immer schon haben Menschen ihre Heimat verlassen, um sich an einem anderen Ort niederzulassen – oft begleitet von Erinnerungsstücken.

Die fünf Ausstellungsinseln, hölzerne Plateaus bestückt mit Reisekisten nachempfundenen Vitrinen, zeigen prägnante Beispiele aus der wechselvollen Geschichte der Wanderungsbewegungen nach Hessen und von Hessen in die Welt, sowie den Einfluss gereister Objekte und Reisender auf die Entwicklung der Kulturen. Wer sich auf Wanderung begibt, seine Heimat verlässt und sich an neuen Orten ansiedelt, nimmt nützliche und lieb gewonnene Sachen mit auf Reisen. Um solche Reisebegleiter geht es in der Ausstellung. Ergänzt wird sie um Dieburger Exponate wie eine Vertriebenenbibliothek, ein Wahlplakat und Informationen zum Vertriebenenpolitiker Gustav Hacker oder einen vom Bildhauer des Mithrassteins gefertigten Weihestein. Geöffnet ist die Ausstellung ab dem 15. Juli bis zum 5. Oktober. Zur Eröffnung am morgigen Sonntag, 13. April, um 15 Uhr spricht Dr. Petra Naumann, Fachbereichsleitung Wissenschaft vom Freilichtmuseum Hessenpark, Neu-Anspach/Taunus. 

lho

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