Karnevalisten eifern der Münchner Wies’n nach / Wieder zurück im Zeughaus

Konkurrenz in Lederhosen

Braut Angela Roth aus Darmstadt (vorne, zweite von links) feierte mit Freundinnen ihren Junggesellinnen-Abschied auf dem Oktoberfest.

Dieburg - Zurück zu den Anfängen – nach dem erfolgreichen Gastspiel im Feuerwehrhaus im vergangenen Jahr, kehrte das Oktoberfest des Karnevalvereins Dieburg (KVD) am Samstag wieder ins Zeughaus im Industriegebiet zurück.

Nach dem Brand im vergangenen Jahr wurden dort die nötigen baulichen Auflagen kürzlich erfüllt, so dass der Dieburger „Wies‘n“ nichts mehr im Weg stand.

Und das Zeughaus hat sich einmal mehr als Veranstaltungsort für die bajuwarische Festivität nach Dieboijer Art bewährt. Obwohl der KVD erstmals einen Eintrittspreis erheben musste, war der Zuspruch ungebrochen. Schon in der letzten Woche wurde im Dieburger Anzeiger verkündet: „Oktoberfest ausverkauft“.

So strömten 500 Besucher, fast gänzlich in Lederhosen und Dirndl gekleidet, ins Zeughaus und machten dieses zum herbstlichen Tollhaus. Nachdem Festwirtin Bettina Steinmetz gemeinsam mit KVD-Präsident Friedel Enders und Ex-Präsident Wolfgang Dörr in den Saal eingezogen waren, schritt Dörr zum Fassanstich: Mit dem zweiten Schlag saß der Zapfhahn und das Bier konnte fließen.

In bewährte Manier ließen es die Musiker von der Formation „Die Wiesenfelder“ bis in die tiefe Nacht hinein krachen. Die Gäste nahmen den Ball auf, feierten auf den Bänken stehend und ließen sich den Gerstensaft der Darmstädter Grohe-Brauerei richtig schmecken.

Besonders gut drauf waren sieben Mädels, die ihre Freundin Angela Roth in die bevorstehende Ehe „verabschiedeten“. Die Gruppe aus Darmstadt war von der Dieburgerin Anja Retzlaff zum Oktoberfest gelotst worden, um hier einen Junggesellinnen-Abschied der besonderen Art zu feiern.

Darmstädter Bier, „Bromischer“ (Kirchbrombacher) Hähnchen, Dieboijer Brezn in bayrischem Ambiente – der Karnevalverein Dieburg feiert ein Oktoberfest mit hessischer Note. Und obwohl dies jenseits des Weißwurst-Äquators vermeintlich nicht üblich ist: In der Bar gab es Hütchen in ausreichender Menge und zu karnevalistisch-realen Preisen. KVD-Pressesprecher Wolfgang Dörr blickte am Sonntag zufrieden zurück: „Es war einmal mehr eine tolle Sache von A-Z und stimmungsmäßig noch einmal eine Steigerung gegenüber den letzten Jahren.“ J mag

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