UWD setzt sich für zwei Altenheime ein

Konvikt, Schlachthof - oder sogar beides?

Dieburg -   Was passiert mit dem Konviktsgelände, wenn das Schlachthofgelände für ein Alten- und Pflegeheim genutzt wird? Braucht Dieburg zwei Einrichtungen dieser Art? Die UWD-Fraktion beantwortet diese Fragen mit einem klaren „Ja“.

Aufgrund des demografischen Wandels werde man in Dieburg in Zukunft nicht mit einem Alten- und Pflegeheim auskommen, so die UWD in einer Pressemitteilung. Die Zahl der immer älter werdenden Menschen steige stetig an und „auch wir vertreten die Auffassung, dass ältere Mitbürger, die vielleicht nicht mehr allein zu Hause leben können, die Möglichkeit erhalten sollen, in ihrer Stadt und in ihrem gewohnten Umfeld bleiben zu können“, so Fraktionsvorsitzende Susanne Albers.

Es gebe immer mehr Singlehaushalte, immer mehr Paare, die keine Nachkommen hätten oder deren Kinder weit entfernt lebten. „Aber auch diese Mitbürger wollen im Alter nicht mehr in eine andere Stadt ziehen müssen, nur um versorgt zu sein.“

Des Weiteren sehe man, dass Konkurrenz das Geschäft belebe und nicht jeder gern in eine kirchliche Einrichtung gehen möchte. „Ein eventuell nicht kirchlicher Träger bietet hier eine gute Alternative“, so Albers. Auch werde durch ein Konkurrenzunternehmen die Diözese gezwungen, ihre bisherigen Pläne zu überdenken und Erweiterungen für ihr Alten- und Pflegeheim in Betracht zu ziehen, so wie es von der CDU beantragt und von der Parlamentsmehrheit gewollt werde.

Bei der Diskussion sollte man eines nicht vergessen: Das jetzige Altenheim in der Gerhard-Hauptmann-Straße werde durch eine neue Einrichtung auf dem Konviktsgelände ersetzt. Das Parlament will, dass Erweiterungsmöglichkeiten für verschiedene Formen altengerechten Wohnens berücksichtigt werden. Dies müsse bei den Neuplanungen, die Ende Juni von der Diözese vorgelegt werden, eingearbeitet sein.

Kommentare