Kräftig radeln für den guten Zweck

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Wollen mit der „Kleinen Tour der Hoffnung“ wieder Gutes tun: die Dieburger Organisatoren Helmut Schelter (2. v. l.) und Silke Klotz (2. v. r.). Seinen gemütlichen Abschluss findet der sportliche Tag beim Teichfest der Dieburger Sängerlust (im Bild rechts der Vorsitzende des Vereins, Lothar Wolf). Claus Stüber (l.) ist für die sportliche Organisation der Tour zuständig.

Dieburg - Am 24. Mai werden sich am Dieburger Marktplatz wieder viele Radfahrer auf drei unterschiedlich lange Rundkurse begeben. Im Rahmen der „Kleinen Tour der Hoffnung“ treten sie dann kräftig in die Pedale und sammeln Geld für den guten Zweck, vor allem zur Bekämpfung von Kinder-Leukämie. Von Jens Dörr

Über den Ablauf der Veranstaltung informierten nun die Dieburger Initiatoren Silke Klotz-Hechler und Helmut Schelter.

Die große "Tour der Hoffnung"

Die Tour der Hoffnung ist eine alljährlich in Deutschland ausgetragene Benefiz-Radsportveranstaltung zur Unterstützung krebs- und leukämiekranker Kinder. Gegründet wurde die Tour der Hoffnung 1983, ursprünglich als Tour Peiper, von Fritz Lampert, Professor für Pädiatrie an der Kinderklinik der Justus-Liebig-Universität Gießen. Seit 1994 trägt die Tour ihren jetzigen Namen. Im Rahmen dieser über mehrere hundert Kilometer führenden Tour werden durch prominente Teilnehmer auf Rennrädern Spenden in den Orten gesammelt, durch die sie führt. Jedes Jahr werden andere Regionen angesteuert. Begleitend zur Haupttour gibt es eine Vortour und Rahmenaktionen. Die Kosten der Veranstaltung werden von großen Unternehmen als Sponsoren getragen, so dass von den erzielten Spendeneinnahmen nichts abgezogen wird. Bis 2007 kamen bereits über 24 Millionen Euro zusammen.

In diesem Jahr rollt die "Tour der Hoffnung" vom 12. bis 16. August 2009 von Gießen über Siegen nach Bochum.

Nach dem Briefing auf dem Marktplatz geht es ab 9.30 und ab 10 Uhr los für die Fahrer. Die gemütliche Tour mit 30 Kilometern Länge führt von Dieburg über Groß-Zimmern nach Roßdorf und dann über Spachbrücken, Habitzheim, Semd und Klein-Zimmern wieder zurück. Etwas mehr Sattel-Sitzfleisch brauchen die Teilnehmer der 60 Kilometer langen Tour, die unter anderem nach Modau und dann wieder gen Nordwesten nach Groß-Umstadt radeln. Wahre Könner dürfen sich an der 100 Kilometer langen Strecke über Darmstadt, Ernsthofen, Reinheim, Groß-Umstadt, Eppertshausen und Messel versuchen. Ihren Anfang nahm die Idee beim Glückstalermarkt 2005, als unter anderem Gewerbeverein-Mann Schelter den Kontakt zur ehemaligen Weltklasse-Biathletin Petra Behle, die als Prominente Glücksfee wirkte, aufnahm. Wie viele andere Persönlichkeiten - dabei sein werden diesmal unter anderem Eiskunstlauf-Europameister Norbert Schramm und die frühere Weltklasse-Läuferin Ellen Wessinghage - sagte die Ex-Profi-Sportlerin zu, sich am guten Werk zu beteiligen.

Auch die Teilnehmer können das tun, schließlich geht es um zusätzliches Geld für eine wichtige Sache: Ersatzweise für das Startgeld kann man einen Betrag zugunsten der krebskranken Kinder entrichten. Ein Teil des Geldes geht an die große „Tour der Hoffnung“, die im vergangenen Jahr mehr als eine Million Euro einsammelte, ein weiterer an die Darmstädter Kinderklinik. „Das Geld bleibt also in der Region“, betont Schelter. Das Spendenkonto bei der Sparkasse Dieburg (Konto-Nummer: 33333337, BLZ: 50852651), steht derweil jedem offen.

Aber auch die fleißigen Sportler dürfen sich am 24. Mai nach der Rückkehr in Dieburg selbst belohnen: Das Teichfest der Sängerlust, das mit Live-Musik am Trapezteich im Schlossgarten stattfindet, wartet auf die sportlichen Gäste. Den Schlusspunkt bilden die Spendenübergabe an Schirmherrin Petra Behle.

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