Kreisel vorerst Provisorium

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Der Kreisel am Marienplatz ist ab sofort in Betrieb. Er ist allerdings als Provisorium angelegt. Lediglich die Abzweigung Richtung Minnefelder Seestraße - links oben im Bild - wird schon komplett fertiggestellt.

Dieburg ‐   Die „Stadt der Kreisel“ bekommt ein neues rundes Exemplar dazu: Ab sofort ist der zehnte Kreisel Dieburgs am Marienplatz in Betrieb. Allerdings ist er nur ein Provisorium. Von Lisa Hager

Eigentlich sollte bis zur Eröffnung des Tunnels auch der Kreisel an dieser Stelle komplett fertig sein, um den Verkehr zügig aufnehmen zu können. Da aber im Spätsommer 2010 bei Probebohrungen im Kreuzungsbereich Verunreinigungen durch Altöl entdeckt wurden, stocken die Vorbereitungen für die eigentlichen Baumaßnahmen. Bislang ist immer noch nicht abschließend geklärt, wo die Verunreinigungen herkommen. Da aber der Tunnelbau planmäßig voranschreitet, hat sich die Verwaltung im Einvernehmen mit dem Amt für Straßen- und Verkehrswesen (ASV) in Darmstadt dafür entschieden, an dieser Stelle schon mal einen provisorischen Kreisel einzurichten. Lediglich die Abzweigung Richtung Minnefelder Seestraße wurde schon komplett ausgebaut. Der zukünftige komplette Kreisel wird ungefähr die gleichen Ausmaße wie der jetzige Notbehelf haben.

Inzwischen kann man an der Wendelinuskapelle also schon mal „Probe kreiseln“. Die Ampelanlage im Minnefeld ist bereits abgebaut. Sie wird durch einen Zebrastreifen ersetzt. Die Marienstraße wird von Richtung Altstadt kommend zur Sackgasse. Eine Einfahrt aus Richtung Darmstadt ist möglich. Verkehrsteilnehmer, die aus dem Kreisel in Richtung Minnefeld fahren, können nicht in die Marienstraße einfahren. „Dies wird sich noch ändern, sobald der endgültige Kreisel gebaut werden kann und der Verlauf der Marienstraße angepasst wird“, so Ulrike Posselt von der Stadtkommunikation.

Noch führt westliche Anbindung ins Niemandsland

Eltern werden gebeten, ihre Schulkinder auf diese Änderungen aufmerksam zu machen, damit sie nach den Osterferien mit der neuen Wegeführung vertraut sind.

Erst kürzlich, am 1. April, war der neunte Dieburger Kreisel als Verkehrsdrehscheibe zwischen Dieburg und Münster an der Kreuzung Frankfurter Straße/Gewerbestraße eingeweiht worden (wir berichteten). Damit sind die rechts der Straße ansässigen Betriebe - beispielsweise Stihl und VW Originalteile Logistik (VAG) - besser angebunden.

Dieser Verkehrskreisel ist so angelegt, dass auch eine spätere Anbindung an eine Brücke möglich ist, falls doch noch irgendwann eine Dieburger Nordspange zwischen der Darmstädter und der Frankfurter Straße verwirklicht werden kann. Allerdings macht sich momentan niemand Hoffnung auf eine mittelfristige Realisierung. Die Kosten würden sich mit den benötigten Brückenbauwerken auf 15 bis 20 Millionen Euro belaufen.

Deshalb führt die westliche Anbindung vorläufig noch ins Niemandsland. Allerdings soll gegenüber der Gewerbestraße aber ein weiteres Gebiet für Firmen entstehen. Auf halbem Weg zwischen Dieburg und Münster will sich beispielsweise auch die Firma Aldi ansiedeln. Der bisherige Standort an der Lagerstraße soll dafür aufgegeben werden.

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