Kunstrasenplatz als Fernziel

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Mitglieder, Vereinsaktive und Gäste stießen gestern mit SC-Hassia-Präsident Hans-Friedrich Busch (zweiter von links) auf ein sportlich erfolgreiches neues Jahr an.

Dieburg (jd) ‐  Moral, Fairness, Nachhaltigkeit – das waren nur drei der Markenzeichen, die Hans-Friedrich Busch gestern in den Räumen der Tanzschule Wehrle auf dem Hassia-Gelände in Verbindung mit dem Mannschaftssport brachte.

Dinge, die der Präsident des SC Hassia Dieburg in dem von Finanz- und Wirtschaftskrise geprägten Jahr 2009 vermisst habe, wie es Busch in seiner Ansprache beim Neujahrsempfang vor rund 80 Mitgliedern formulierte. „Daher gehört das Erlernen und Betreiben eines Mannschaftssports unbedingt zur Persönlichkeitsbildung eines jeden jungen Menschen“, lautete entsprechend sein Fazit. Überwiegend wandte sich der Vorsitzende des Sportclubs mit seinen rund 500 Mitgliedern aber dem Vereinsgeschehen zu: Sportlich stünden sowohl die erste als auch die zweite Mannschaft gut da, sei der Klassenerhalt allerdings das primäre Ziel für die Anfang März beginnende Rückrunde. Auf die Trainer-Personalie – Michael Motz wird das Gruppenliga-Team nach dem Weggang von Jürgen und Daniel Rödler zukünftig alleine betreuen – ging Busch nicht mehr näher ein. Dafür zeigte er schon seine Vorfreude auf das Rückspiel des B-Liga-Teams gegen den SV DJK Viktoria Dieburg, dessen Vereins-Chef Wolfgang Gondolf ebenfalls den Weg zum Neujahrsempfang der Blau-Weißen gefunden hatte.

Verein bewirtschaftet den Biergarten beim nächsten Schlossgartenfest

Besonders hellhörig wurden aber Mitglieder, Sponsoren, Gönner und auch Lokalpolitiker, als Busch erstmals in großer Runde den Gewinn aus dem Schlossgartenfest 2009 nannte, das der Sportclub unter Mithilfe anderer Gruppen, Parteien und Vereine aus Dieburg gestemmt hatte: 25 000 Euro Überschuss habe man erzielt, den man indes mit der Stadt habe teilen müssen. Wobei nach dem Fest besonders für die Hassia schon wieder vor dem Fest ist: Beim gemeinsamen Schlossgartenfest 2010 unter Federführung der Stadt (wir berichteten) wird der Fußballverein den Biergarten bewirtschaften.

Stolz blickte Busch derweil nicht nur auf das zurück, was die Blau-Weißen im Schlossgarten auf die Beine gestellt hatten: Auch die Inbetriebnahme der Solaranlage auf dem Dach stellte er heraus. Der Stromertrag habe sich im vergangenen Jahr auf mehr als 6 000 Kilowattstunden belaufen, erzeugt auf dem Dach des Vereinsheims. In diesem Zusammenhang dankte Busch noch einmal Stadt, Land, Sportverband und HSE-Stiftung, die die Finanzierung des Zukunfts-Projekts erst ermöglicht hatten.

Erneuerung der Heizungsanlage wird in Angriff genommen

Doch auch nach diesen Großtaten wird es perspektivisch kaum weniger rege zugehen am Wolfgangshäuschen, wie der Vorsitzende andeutete: Neben dem regelmäßigen Geschäft mit Hallenfußballturnieren, dem „Hassia-Cup“ im Sommer und dem Betrieb der Jugendabteilung, wo 25 Trainer für mehr als 200 junge Kicker da sind, soll mittelfristig die Heizungsanlage im Vereinsheim erneuert werden. Kurzfristig solle zudem der Nebenplatz hergerichtet werden und die Trainingsqualität damit steigen.

Ein eher langfristiges Ziel ist der Bau eines Kunstrasenplatzes auf dem Gelände zwischen Mini-Spielfeld und Nebenplatz, das aktuell fußballtechnisch nicht genutzt wird.

Bericht über die Ehrungen folgt in der Donnerstagsausgabe des Dieburger Anzeigers.

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