„Rodgau Monotones“ spielten unplugged im Dieburger Biergarten

Lack ist noch lange nicht ab

Frisch wie eh und je: Die Rodgau Monotones heizten den Fans im Biergarten Dieburg kräftig ein - angesichts der unterkühlten Temperaturen ein positiver Nebeneffekt.

Dieburg - (ves)  „Unsere Nachmittags-Matinee hat etwas von einem FDP-Frühstück“, flachsten die Bandmitglieder der Rodgau Monotones auf der Bühne mit dem Publikum, das sich trotz der angekündigten Regenschauer zahlreich im Biergarten eingefunden hatte.

Von jung bis junggeblieben hatten sich Fans aller Altersgruppen versammelt, um der Kultband beim Open Air zu lauschen. Die Rodgau Monotones „unplugged“ - das hat es in den 30 Jahren ihres Bestehens nicht oft gegeben.

„Ei, gude wie?“: Mit einem ihrer größten Hits begrüßten die sechs Jungs aus Rodgau rund um Sängerin Kerstin Pfau das Publikum und lösten damit bei den Zuhörern Füße wippen, auf der Stelle tanzen und Mitklatschen aus. Die „Monotones“ spielen die lange Liste ihrer Hits nicht einfach herunter. Der Spaßfaktor, den die Musiker auf der Bühne verbreiten, zeigte, dass der Lack lange noch nicht ab ist.

Ein leichter Windstoß ließ die Bandmitglieder zu Ausrufen wie „Achtung, der Landregen folgt, ein Sturm kommt auf, rückt zusammen, Leute“ hinreißen, was mit lauten Lachern quittiert wurde.

Die Band spielte mit den Fans - frech, fetzig und publikumsnah. Der Großteil der Besucher konnte die Liedertexte auswendig, viele sangen lautstark mit. Songs wie „ein Leben für Lärm“, die Spaßnummer wie „Zigeunerjunge“ von Alexandra, „Nutella is all“, oder natürlich die Ohrwürmer wie „St. Tropez am Baggersee“ oder „Is nur Kino“ drehten die Zeit zurück.

„Das sind die Erinnerungen an meine Jugend“, sagte Thomas (45) mit einem Lächeln auf den Lippen. „Bei einer Party mit den Liedern der Monotones habe ich meinen Mann kennengelernt“, blickte Petra (42) zurück und ergriff die Hand ihres Angetrauten. „Das waren tolle Zeiten und ich höre die Jungs immer noch jeden Tag im Auto“, sagte Georg (49) - einer ihrer treusten Fans, wie er sich selbst bezeichnet.

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