Sängerinnen von „QuerBeat“ bieten bei ihrer Premiere eine Show, die aus dem Rahmen fällt

„Ladies Night“ in der Ludwigshalle

Ohren- und Augenschmaus: Das erste Konzert von „Querbeat“ in der Ludwigshalle war ein voller Erfolg.

Dieburg - (ves)  Es war wahrlich eine „Ladies Night“, die sich dem begeisterten Publikum in der Ludwigshalle bot. Die 13 Sängerinnen des Chores „QuerBeat“ legten unter der Leitung von Werner Utmelleki einen grandiosen Auftritt auf die Bühne und gestalteten ihr erstes Konzert als Event. „Wir wollten eine Show zeigen, die aus dem Rahmen fällt“, erklärte Musikpädagogin und Sängerin Ruth Weber.

Und das geschah im wahrsten Sinne des Wortes, denn nicht nur die Show bot Neues.

Die Bühne der Ludwigshalle wurde von einem überdimensionalen Rahmen geschmückt, den die Sängerinnen zu Beginn des Konzertes durchschritten. Zudem hatte man eine eigene Bühne mitgebracht und längsseits aufgebaut, auf der das Hauptereignis stattfand.

„Wir suchen die Nähe zum Publikum, denn unsere Freude am Singen soll auf die Zuhörer überspringen“, so Weber. Die Freude am Singen und am Auftritt dieses Chores erfasst die Zuschauer in der ausverkauften Halle von der ersten Minute an, als zum Auftakt der Song „Ladies Night“ ertönt.

„Es war immer ein Traum von mir, einen Jazz-, Swing- und Popchor zu gründen“; erzählt Weber. Die heutige Besetzung des Chores kennt sich bereits aus der Zeit, als der Dirigent Werner Utmelleki noch den Dieburger Frauenchor „VivaDiva“ leitete. Als sich vor knapp drei Jahren die Chance bot, wagte Weber den Sprung ins Neue und man entwickelte gemeinsam ein Repertoire der anderen Art, das die Stärken jeder Sängerin hervortreten lässt. Dirigent Utmelleki, der eigentlich studierter Kirchenmusiker ist und zeitweise bis zu zwölf Chöre leitet, komponiert und arrangiert Standards aus Jazz, Swing und Pop. „Ich wollte weg vom klassischen Repertoire“, erläutert er.

Auf das Konzert am Sonntag hatten sich die Sängerinnen intensiv vorbereitet, trotzdem war das Nervenkostüm jeder einzelnen sehr angespannt. „Am Anfang herrschte noch etwas Chaos“, lacht Weber, „denn unser Haupttechniker kam zu spät. Er dachte der Konzertbeginn wäre um 18.30 statt um 18 Uhr und so improvisierten wir die ersten Stücke“.

Im ersten Teil des Konzertes standen ruhigere Stücke auf dem Programm, die man durch romantische Einlagen unterlegte. Das Lied „You`ve got a friend“ widmeten die Sängerinnen Ruth Weber an der Gitarre gemeinsam mit den Henning-Geschwistern, Steffi und Sabine ihrer Mitsängerin Linda Sorrentino und ihrem Mann zum ersten Hochzeitstag. Zu dem Lied „Rose“ verteilten die Damen im Publikum rote Rosen. Besonders herausragend zeigte sich Katja Hundertmark mit „Fever“ die dank ihrer super souligen Stimme und einem fetzigen Tanz manch Männerherz im Publikum höher schlagen ließ. Vor der Pause sang die Truppe den „Shoop- Shoop-Song“ mit Federboas bestückt und das Solo schmetterte Steffi Henning mit ihrer Soul-Röhre.

Zeigten sich die Ladies im ersten Teil noch glamourös und sexy in roten und schwarzen Abendkleidern, so bot sich nach der Pause ein anderer Anblick. In Jeans und T-Shirt boten sie zu schnelleren Liedern actionreiche Einlagen und wechselten entsprechend ihre Accessoires. Das Repertoire des „Sommerbereiches“ umfasste unter anderem den Baccardi- Song „What a feeling“ und den Hit „Girl from Ipanema“, der mit Sonnenhüten, Handtüchern und Strandschlappen vorgetragen wurde.

Auch deutsche Songs wie „Maxi Cosi“ von Ina Müller standen auf dem Programm, den Linda Sorrentino-Pfeil präsentierte.

Am Ende des Auftritts stand mit „Jetzt ist Sommer“ ein reines A-cappella-Stück, das eindrucksvoll vorgetragen wurde. Das Konzert endete unter lauten „Zugabe“-Rufen und die Sängerinnen ließen nochmal ihr Anfangsstück „Ladies Night“ und „Hit the road Jack“ (Steffi Henning und Linda Sorrentino-Pfeil) erklingen. „QuerBeat“ konnten sich am Ende zu Recht mit Standing Ovations feiern lassen.

„Unser Chor steht in großer Qualität da“, sagt Weber stolz. „Wir sind größtenteils alles Laiensängerinnen und haben fachlich und stimmlich hart gearbeitet. Unser Dirigent übt viel Solistenarbeit und wir zeigen alle Einsatz, Engagement und Anspruch.“

Momentan sucht der Chor noch Verstärkung in einer weiteren Sopranstimme. Die Bewerberinnen sollten jedoch wissen, dass die Messlatte sehr hoch liegt. Der weibliche Nachwuchs muss sich nicht nur stimmlich, sondern auch choreografisch in den Chor einfügen.

Das nächste Konzert von „QuerBeat“ist bereits in Planung und wird voraussichtlich im Dezember im Hofgut in Reinheim stattfinden. Weitere Informationen rund um den Chor liefert die eigene Homepage http://www.meet-querbeat.de.

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