Ein Lächeln in der JVA

Dieburg -   Ein musikalisches Sahnestückchen wurde kürzlich den Insassen der JVA Dieburg geboten: „Theater hinter Gittern“ ist es zu verdanken, dass das Ensemble „Ulybka“ - übersetzt „das Lächeln“ - eine Kostprobe seines mit vielen internationalen Auszeichnungen versehenen Könnens vortragen konnte.

Sieben Mädchen im Alter von zehn bis 23 Jahren von der „Belorussian Academy of Music“, einem Internat für Hochbegabte, spielten ein umfangreiches Repertoire an klassischer und moderner Musik auf dem Hackbrett, begleitet von Violinen, Klavier und diversen Rhythmusinstrumenten.

Die perfekte Beherrschung der Klöppel, mit denen die jungen Künstlerinnen ihre Zuhörer verzauberten, war ein optischer und akustischer Hochgenuss. Beeindruckend war das virtuose Spiel ohne Noten, bei dem unter anderem Vivaldi, Chopin, Rimski-Korsakow und Bach dargeboten wurden, aber auch Tico-Tico, das Kosakenlied, Santa Lucia und musikalische Bilder aus Kuba ebenso zur Aufführung kamen.

Alles in allem war es ein sehr gelungenes künstlerisches Erlebnis der besonderen Art, welches den Zuhörern, unter ihnen auch Anstaltsleiterin Ingeborg Growe-Zenz, sicher noch lange im Gedächtnis bleiben wird.

Dank der Förderung der Bewährungshilfe in Hessen e.V. können auch in diesem Jahr wieder Gelder zur Finanzierung kultureller Veranstaltungen hinter Gittern abgerufen werden, die in der JVA Dieburg wegen des Aufwandes und der hohen Kosten normalerweise nicht möglich wären.

Bis Ende des Jahres werden noch weitere Vorstellungen aus Musik, Theater oder Literatur folgen, die den eintönigen Haftalltag unterbrechen und den Weg zur Kultur erleichtern.

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