Lasst die Spiele beginnen

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Als Bürgermeister Dr. Werner Thomas den Arm sinken ließ, waren die Dieburger Ferienspiele 2011 eröffnet. Bis zum Freitag kommender Woche stehen für die 245 Teilnehmer Spaß, Spiel und Sport im Vordergrund.

Dieburg (jd) - Kaum waren die Gruppen mit ihren Betreuern von dannen gezogen, kaum hatte Dieburgs Stadtjugendpfleger Paul Huttarsch etwas Zeit zum Durchschnaufen im angenehm kühlen Büro, schaute auch schon das erste Elternteil herein.

Die Bitte: Gruppenwechsel für den Junior. Gut, wenn man in Momenten wie diesen auf mehr als 30 Betreuer (darunter einige Gäste aus Mladá Boleslav) zurückgreifen kann, die sich um diese Sachen kümmern: Huttarsch jedenfalls delegierte die Aufgabe mit bestem Gewissen.

Leute wie der Stadtjugendpfleger und die Betreuer im Alter von 18 und 26 sowie die Teilnahmegebühren und öffentliches Geld insbesondere der Stadt machen sie möglich: die Dieburger Ferienspiele. Ließen sich die ersten beiden Wochen der Sommerferien auch problemlos „nur“ im Schwimmbad oder - weniger empfehlenswert - am heimischen Personalcomputer verbringen, so wurde es beim Start am Montagvormittag mit Eröffnung durch Bürgermeister Dr. Werner Thomas doch augenscheinlich: Die Ferienspiele erfreuen sich ungebrochen großer Beliebtheit.

Im Rekordjahr 360 Kinder angemeldet

245 Kinder aus Dieburg - alle zwischen sechs und zwölf - wurden in diesem Jahr angemeldet. Eine stattliche Zahl, auch wenn es im Rekordjahr schon einmal 360 waren. Im Gegensatz zu manch anderer Stadt oder Gemeinde limitiert Dieburg die Zahl der Plätze nicht. „Der Trend ist, dass es etwas weniger Kinder werden“, stellt Huttarsch auch mit Blick auf die Zahlen aus der Umgebung fest. Das sei unter anderem auf die demografische Entwicklung zurückzuführen, vermutet er.

Zwei Wochen lang - das Wochenende ausgenommen - praktizieren die Betreuer mit den Kindern in insgesamt 16 Gruppen täglich von 10 bis 16 Uhr ein Programm. Manche Gruppen übernachten sogar miteinander, zudem gibt es für berufstätige Eltern die Option, ihre Kinder gegen einen kleinen Aufpreis schon um 8 Uhr zu den Ferienspielen zu bringen.

Neben dem allseits beliebten Standardangebot mit Radtouren, Schnitzeljagden und Grillfeiern haben die jungen Frauen und Männer für die Kids scheint’s unendlich Vieles mehr ersonnen: Auf einem Bauernhof bei Nieder-Ramstadt sieht der Nachwuchs, wie der Weg der Milch von der Kuh bis zur Butter aussieht. Der Frankfurter Zoo gehört ebenso zu den Ausflugszielen mancher Gruppen wie das Oberwaldhaus oder das Darmstädter Vivarium.

Abschlussveranstaltung am Freitag

Die Banker von morgen erhalten in der Sparkasse Groß-Umstadt Eindrücke eines Geldinstituts, im Felsenmeer darf gekraxelt werden, in Zusammenarbeit mit dem Turnverein zum Beispiel kann der Badminton-Sport erprobt werden. Am Freitag kommender Woche wird es die Abschlussveranstaltung am Jugendcafé auf der Leer geben, abends feiern dann nur noch die Betreuer. Ob sie nun den „Sommerpiraten“ oder den „Freunden der Sonne“ angehören, wie sich zwei der Gruppen tituliert haben: Angesichts des tollen Auftaktwetters am Montag hatten sie ihre Namen jedenfalls passend gewählt. Anders als die „M&Ms“: Wenn sie nicht gerade eine Kühlhaus-Besichtigung nach der anderen absolviert haben sollten, sind sie in der Hitze Dieburgs wohl schon geschmolzen.

Bitte um Nachsicht

Den Veranstaltern der Ferienspiele liegt es am Herzen, die Besucher des Freibads in dieser und der nächsten Woche um Nachsicht zu bitten: Da viele Kinder auch ins „Ludwig-Steinmetz-Bad“ eintauchen und dabei in größeren Gruppen kommen werden, wünschen sich die Betreuer Verständnis, wenn es einmal etwas enger werden sollte.

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