Bis zur letzten Runde vom Heimsieg geträumt

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Im Zehn-Kilometer-Lauf wurde der Neu-Dieburger Timo Grub (schwarzes Trikot) Zweiter. Es siegte Felix Hohm (hinter Nummer 179 laufend).

Dieburg - Mit einem neuen Streckenrekord wurde es beim Jubiläums-Stadtlauf am Samstag zwar nichts, doch sahen die Zuschauer im Hauptlauf (zehn Kilometer) eins der spannendsten Rennen der 15-jährigen Geschichte des „Dieburger Stadtlaufs“. Von Jens Dörr

Bis zur letzten Runde hofften das Publikum und der Neu-Dieburger Timo Grub auf einen Heimsieg, äußerst spät sicherte sich dann aber der Aschaffenburg Felix Hohm den Sieg.

Bei den Frauen siegte die Pfungstädterin Stefanie Rexhäuser. Die Dieburgerin Petra Hartmann landete auf Platz drei. .

230 Läufer im Hauptlauf, 110 über die vier Kilometer, rund 130 in Schüler- und Bambini-Läufen (zwei Kilometer beziehungsweise 500 Meter) sowie 23 Walker sorgten für einen ordentlichen Zuspruch bei warmem, aber noch akzeptablem Läuferwetter in der Dieburger Innenstadt. Der Teilnehmerrekord blieb zwar in einiger Ferne und auch am Streckenrand sah die Veranstaltung schon mehr Laufsportfans. Angesichts des Termins am ersten Sommerferien-Wochenende und paralleler Verlockungen wie Schlossgarten- und Heinerfest sowie dem an einigen Orten gezeigten Wimbledon-Finale mit Sabine Lisicki durfte der Dieburger Turnverein als Veranstalter jedoch zufrieden sein.

15 Sekunden hinter Hohm

Das galt im Großen und Ganzen auch für Timo Grub, der kürzlich von Altheim nach Dieburg gezogen ist. Schließlich blieb er Sieger Hohm, der zehn Jahre jünger ist als Grub, bis zur Hälfte der Schlussrunde an den Fersen. Die starken Tschechen Jiri Miler und Michal Suchy aus Dieburgs Partnerstadt Mladá Boleslav, die auf den Plätzen drei und vier landeten, konnten da schon ab der zweiten Runde nicht mehr folgen. In einer der zahlreichen, engen Kurven der Fußgängerzone verlor Grub auf der Schlussrunde den Anschluss, erreichte aber trotz vieler Überrundungsmanöver noch die von ihm selbst erwartete 33er-Zeit. In 33:58 Minuten „finishte“ Grub 15 Sekunden hinter Hohm.

Bei den Frauen war Rexhäuser eine Klasse für sich, erreichte nach 38:14 Minuten das Ziel, was sogar nur sieben Männer unterboten. Rexhäuser zählte zum B-Kader der Deutschen Berglauf-Nationalmannschaft. In 43:03 Minuten gelang der Dieburgerin Petra Hartmann - wie Grub in Diensten des TV Hergershausen - Platz drei aller Frauen. Pech für sie, dass Marion Peters-Karbstein (TuS Griesheim) in der Schlussrunde an ihr vorbeizog und ihr den Sieg in der Altersklasse W45 wegschnappte.

Nach dem Duschen zum Schlossgartenfest

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„Jetzt geht’s höchstens zum Duschen nach Hause und dann gleich aufs Schlossgartenfest“, kündigte Stimmungskanone DJ Robby derweil im Rahmen der Siegerehrungen der vorangegangenen Schüler- und Vier-Kilometer-Läufe an.

Auf der Jedermann-Distanz gewann Julien Le Nedic aus Dieburgs französischer Partnerstadt Aubergenville vor seinem Teamkollegen Fodil Aliouane. Joshua Steinmetzt (Dritter, VfL Münster), und Lukas Hitzel (Sechster, Dieburg, Fastnachtsgruppe Krakeeler) sorgten für die besten Resultate hiesiger Läufer. Ida Skorna (Münster) wurde drittschnellste weibliche Teilnehmerin über vier Kilometer. Jaroslava Kotatkova (Mladá Boleslav) war auf dieser Distanz die Nummer eins.

„Man darf nicht vergessen, dass es beim Vier-Kilometer-Lauf um den Spaß geht - nächstes Jahr sind die Läufer vielleicht schon beim Zehn-Kilometer-Lauf dabei“, rückte Streckenmoderator Rüdiger Hanisch die Bedeutung dieses Laufs unterdessen ins richtige Licht. Involviert war im Jedermann-Lauf auch eine Teamwertung.

Gaudibällchen konkurrenzlos

Bei den Männer- und Mixed-Teams siegten die Krakeeler (Lukas und Daniel Hitzel, Kilian und Michael Enders).

Bei den Frauen waren die Gaudibällchen (Sandra Grimm, Conny Danz, Kathleen Bohrer, Sandy Prellberg und Jacky Würtenberger) konkurrenzlos und liefen mit Ausnahme der etwas schnelleren Prellberg Hand in Hand ins Ziel.

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