Ludwig-Steinmetz-Bad:

Bald purzelt der Rekord

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Erfrischung ist angesagt bei den hohen Temperaturen.

Dieburg -  Das Freibad erfreut sich großer Beliebtheit, auch wenn alternative Angebote wie Seen oder private Pools im Garten ebenfalls für Abkühlung und Freizeitvergnügen sorgen. Die Besucherzahlen sind wegen des Sahara-Sommers entsprechend hoch. Von Jens Dörr 

Im Ludwig-Steinmetz-Bad herrscht derzeit Hochkonjunktur. Was ob des anhaltenden hochsommerlichen Wetters wenig verwundert. Doch ist 2018 für Dieburgs Freibad auch ein Rekordjahr? Höchstwahrscheinlich ja, wie Betriebsleiter Holger Kern unter Vorlage der aktuellen Zahlen prognostiziert.

Beim Besuch unserer Zeitung am Donnerstagmittag präsentierte Kern im Bademeister-Häuschen am Hauptbecken die neuesten Werte: Bis einschließlich vergangenen Mittwoch passierten in der seit Mitte Mai laufenden Saison 68 000 Badegäste die Drehkreuze am Eingang. Erwachsene und Kinder, die ein Tagesticket kaufen, sind ebenso darunter wie Dauerkarten-Inhaber, bei denen dank moderner Technik jeder Besuch registriert wird.

Die 68 000 stellen zwar noch keinen neuen Rekord dar. Der liegt – zumindest für die vergangenen zehn Jahre, für die Kern genaue Daten vorliegen hatte – bei 84 000 Besuchern. „Pro sonnigem Sommertag, wie wir ihn aktuell dauernd haben, kommen 1 800 bis 2 000 hinzu“, sagt Kern. Bis Freitag dürften es also schon mehr als 70 000 Badegäste gewesen sein. Da auch am Wochenende das Wetter schwimmbadtauglich war und in den nächsten Tagen bleiben soll, dürfte der Rekord spätestens am kommenden Wochenende purzeln. Und das mehr als einen Monat vor dem Ende der Dieburger Freibad-Saison 2018, das für Mitte September terminiert ist.

Schon vor dem Wochenende hatte das Ludwig-Steinmetz-Bad im Zehn-Jahres-Vergleich den viertbesten aller Werte erreicht. Spitzenwert für einen einzelnen Tag war in diesem Jahr bislang der Zuspruch von 2 700 Badegästen. Zwar sei der Topwert aller Zeiten in Dieburg mit 4 500 Besuchern an einem Tag einst weit höher gewesen, so Kern. Doch könne man das nur bedingt vergleichen: „Heute gibt es viel mehr Möglichkeiten, seine Freizeit zu gestalten.“

Alles im Blick und im Griff hat derweil das Team um Betriebsleiter Holger Kern

Der Besuch des Freibads sei noch immer sehr beliebt, habe aber viel mehr Konkurrenz als etwa in den 50ern. 1953 eröffnete die Stadt das Bad und erzielte damit zunächst wegen seiner Einzigartigkeit und bis heute wegen seines Sprungturms mit Absprungmöglichkeiten von 7,50 und zehn Metern Höhe Strahlkraft bis weit ins Umland. Faktisch waren es bis zum Wochenende sogar noch mehr als die rund 70.000 registrierten Besucher, die das Dieburger Freibad seit Mitte Mai nutzten. Nicht erfasst sind in dieser Statistik nämlich die Schulklassen. 6000 bis 8000 Besuche von Schülern, die im Bad zusätzlich Schwimmunterricht gehabt hätten, kämen noch hinzu, berichtet Holger Kern. Außerdem werden die Mitglieder der Einsatzabteilung der Dieburger Feuerwehr bei ihren Besuchen nicht erfasst: Als kleines Dankeschön für ihren extrem wertvollen gesellschaftlichen Beitrag dürfen sie das Ludwig-Steinmetz-Bad kostenlos nutzen.

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