Ab 5. März neuer Einkaufsmarkt

Markus Tempir, der neue Betreiber des Nahversorgers im Dieburger Westen. Fotos: Dörr

Der Lajos-Markt an der Waldstraße schließt am 21. Februar. Zwei Wochen später startet Markus Tempir mit dem Rewe-„Nahkauf“. Während Eisele der neue Bäcker wird, wurde kein Metzger für die Fleischtheke gefunden. VON JENS DÖRR

Dieburg – Der Edeka-„Nah und gut“-Markt an der Waldstraße, den Kaufmann Franz Lajos betreibt, ist die einzige Einkaufsmöglichkeit im Dieburger Westen. Nicht nur für die Nahversorgung der dortigen Einwohner, sondern auch für die Schüler der nahen Delp- und Gruber-Schule, die den Markt in den Pausen hordenweise aufsuchen, hat er große Bedeutung. Entsprechend viele erfreute Reaktionen gab es im Sommer 2019, als unsere Zeitung berichtete, dass Lajos den Markt Anfang 2020 zwar aufgibt, es dort aber weitergeht. Am 5. März beginnt im etwas mehr als 400 Quadratmeter Verkaufsfläche großen Lebensmittel-Markt ein neues Kapitel.

Denn an diesem Tag eröffnet der selbstständige Kaufmann Markus Tempir seinen „Nahkauf“-Markt. Unter diesem Namen werden die kleineren Märkte der Rewe-Gruppe geführt. Jene Märkte mit größerer Verkaufsfläche laufen direkt unter dem Namen „Rewe“, so in Dieburg der Markt an der Lagerstraße.

Tempir, der vor einigen Jahren einen „Nahkauf“ in Semd und bis in den vergangenen Herbst hinein einen in Gründau-Rothenbergen betrieb, wird an der Waldstraße die Waren aus dem Rewe-Sortiment beziehen; bei der Produktauswahl hat er aber auch eine gewisse Beinfreiheit und will sich profilieren. Inzwischen steht fest, was die Kunden künftig erwarten dürfen.

„Am 21. Februar wird der letzte Verkaufstag von Lajos sein“, sagt Tempir, der in Bad König wohnt und verspricht, in seinem neuen Dieburger Markt täglich präsent zu sein. Dann folge die Phase des Umbaus – in einer sportlichen Zeitspanne: Nur zwei Wochen soll der Markt geschlossen bleiben. „Die Wiedereröffnung ist für den 5. März geplant.“

In der heißen Umbauphase, in der Tempir und die beauftragten Handwerker auch an Rosenmontag und während des Dieburger Umzugs am Fastnachtdienstag ackern werden („Wir brauchen jeden Tag, denn im Markt ist ja noch die Edeka-Technik drin“), wird sich die Verkaufsfläche deutlich ändern. Auffallen wird dem Kunden etwa der neue Standort der Bäckerei-Theke: Sie befindet sich aktuell noch direkt rechts des Eingangs. Im „Nahkauf“ von Markus Tempir werden die Backwaren künftig dort verkauft, wo derzeit das Zeitschriften-Regal steht.

Auch die Kassen werden verlegt, befinden sich dann auf Höhe des Durchgangs, wo im alten Lajos-Markt noch für wenige Tage Kaffee, Tee und Süßigkeiten platziert sind. Zudem werden unter anderem der Eingangsbereich, die Frischetheke für Obst und Gemüse sowie ganz generell das Marktdesign (etwa Rot statt bisher Blau als dominierende Farbe) anders ausschauen. Neben diesen optischen und baulichen Neuerungen tun sich weitere „handfeste“ Dinge. So gibt es künftig keine Servicetheken für Fleisch und Wurst sowie Käse mehr. Eine Fleischtheke hätte Tempir den Kunden gern weiter angeboten, wie er betont. Da er aus Rentabilitätsgründen eine solche Theke nicht selbst betreiben kann, führte er Gespräche mit einem halben Dutzend Metzgereien, denen er das Einmieten mit einer Filiale anbot. Letztlich erhielt der Kaufmann aber nur Absagen. Schweren Herzens will er künftig stattdessen ein großes Angebot an Fleisch und Wurst in Selbstbedienung anbieten und sich während des Umbaus noch einmal ausführlich zu diesem Thema äußern.

Überhaupt merkt man Markus Tempir an, dass er aus seinem Herzen keine Mördergrube macht. Auch gegenüber seinen Kunden, die er zusammen mit fünf Mitarbeitern des bisherigen Lajos-Teams (andere wechseln beispielsweise in den großen Lajos-Markt in Reinheim) sowie einer Mitarbeiterin aus Rothenbergen betreuen wird, möchte der Unternehmer immer ansprechbar und offen im Umgang sein.

Transparent macht er schließlich auch den Wechsel, den es an der Bäckerei-Theke geben wird: Dort endet am 21. Februar die Phase, in der die Babenhäuser Bäckerei Lautenschläger die Waren geliefert hat. Nachfolger ist die Dieburger Bäckerei Eisele, die ihren Stammsitz in der Goethestraße hat und die Bäckerei im Netto-Markt am Campus betreibt.

DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN

Kommentare