Maler fürs „Mephisto“

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Einige der „Muggelburg“-Kids vor ihren Weihnachtsmann-Gemälden im „Mephisto“ am Marktplatz. Inhaber Manfred Rau belohnte die Maler mit Kakao und Süßigkeiten.

Dieburg ‐  Noch bis zum 6. Januar blicken von den Wänden des „Mephisto“ am Marktplatz 35 Weihnachtsmänner herab: „So stellen sich ihn unsere Kinder vor“, sagt Ina Karl, Leiterin der Kindertagesstätte „Muggelburg“ in der Aubergenviller Allee. Von Jens Dörr

Die Idee - so simpel wie gut – kam von Maike Stöveken, die im „Mephisto“ arbeitet und deren Nachwuchs ebenfalls in der Kita untergebracht ist: Die Kinder malen, das „Mephisto“ stellt aus. Da stieß Stöveken auch bei „Mephisto“-Inhaber Manfred Rau, der auch „Krone-Keller“ und „Mephisto-Keller“ im Gewölbe darunter betreibt, auf offene Ohren. 81 Kinder sind in der „Muggelburg“ in vier – altersstufenübergreifenden – Gruppen untergebracht, die Kids dort sind zwischen einem und sechs Jahren alt. „Gearbeitet wird bei uns nach dem Hessischen Bildungsplan“, betont Leiterin Karl. In diesem Rahmen entstanden auch die kleinen Kunstwerke, die mit Fingerfarben gemalt wurden. Die Leinwände dazu sponserte das „Mephisto“. Fast drei Dutzend Mal hängt nun also Santa Claus mit Wattebart in den beiden Räumen des Lokals.

Künstler müssen entdeckt werden“, sagt Karl – und das eine oder andere besonders begabte Kind scheint unter den „Muggelburg“-Schützlingen zu sein: Manfred Rau jedenfalls musste schon einem Gast mitteilen, dass die Bilder leider nicht verkäuflich seien. Der hatte sich eben deshalb bei Rau erkundigt. Gelegenheit gibt es aber noch bis zum Dreikönigstag, die Gemälde der Kinder in der beliebten wie traditionsreichen Dieburger Lokalität zu besichtigen.

Neue Künstler warten schon

Tradition hat dort auch, dass Inhaber Rau regelmäßig Ausstellungen in seinen Räumlichkeiten vornimmt: Meist kämen die Künstler auf das „Mephisto“ zu und fragten, ob sie dort ausstellen dürften. Eine Bitte, der Rau in der Regel gerne nachkommt - ohne dafür Geld zu verlangen, versteht sich.

Zwei weitere Künstler warten schon, dass sie bei uns ausstellen können“, hat der sympathische Chef des Bistros mit dem teuflischen Namen bereits die nächsten Aussteller im Hinterkopf. Meist seien es Laien, die bei ihm ausstellen würden, selten kommt es vor, dass Rau die Wünsche der Künstler auf Veröffentlichung ihrer Werke ablehnen muss. „Das gab es schon, das waren die Werke einfach zu speziell für das Mephisto“, umschreibt es der Geschäftsmann. Die Gäste seien derweil schon darauf eingestellt, dass an den Wänden des Lokals immer wieder etwas Neues geboten würde, sagt Mitarbeiterin Stöveken. Mancher dürfte also schon gespannt sein, welche Kunst ihm im Januar in Nachfolge der Kinder-Gemälde präsentiert wird.

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