Malereien zum Mythos Mithras

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Die Malerin Farangis Yegane zeigt in Dieburg Bilder, inspiriert vom Mithras-Kult.

Dieburg (eha) ‐  Am Sonntag, 28. Februar, eröffnet der Erste Stadtrat Wolfgang Schupp um 17 Uhr im Museum Schloss Fechenbach die neue Sonderausstellung „Zum Beispiel Mithras – zweiter Teil“.

Bis zum 16. Mai, dem Internationalen Museumstag, sind die Bilder und Installationen der in Frankfurt lebenden Künstlerin Farangis Yegane zu sehen. Die international bekannte Yegane, in Stendal geboren, hat in Siegen und Wuppertal studiert. Bereits im Jahr 1996 gab es eine erste Ausstellung von Yegane im Dieburger Museum zum Thema Mithras. Schon damals zog die Gegenüberstellung der archäologischen Exponate des Mithraskultes mit den Werken von Farangis Yegane ein überregionales Publikum an.

Bis zum 16. Mai sind die Bilder im Museum Schloss Fechenbach (Eulengasse 8) zu sehen. Begleitend finden Malaktionen und Vorträge statt. Vorab kann man auf der Internetseite der Malerin einen Blick auf die Werke werfen.

Der Mithraskult ist eine geheime Mysterienreligion, die sich in der Zeit vom 1. bis 4. Jahrhundert nach Christus im gesamten Römischen Reich sehr stark verbreitete. Für den Geheimkult gibt es nur wenige Schriftquellen, so dass man auf die Interpretation archäologischer Funde angewiesen ist. Der Mithraskult ist im Museum in besonderer Weise vertreten: Das im Jahr 1926 in Dieburg gefundene drehbare Kultbild ist eines der bedeutendsten Exponate des Hauses und in der Art seiner Darstellung einzigartig in Europa.

Broschüre zur Ausstellung

Öffnungszeiten des Museums: dienstags bis samstags 14 bis 17 Uhr, sonntags 11 bis 17 Uhr. Infos auf der Internetseite des Museums.

Besonders spannend ist es, sich dem Thema Mithras nicht nur von archäologischer, sondern auch von künstlerischer Seite zu nähern, wie es Yegane mit ihren großformatigen Bildern tut. Der erste Teil von „Zum Beispiel Mithras“ war primär dem römischen Mysterium gewidmet und bewegte sich innerhalb des Rahmens der Symbole, die aus den archäologischen Funden römischer Mithräen bekannt sind. Der zweite Teil spielt auf den Symbolismus an, der bis zu den persischen Wurzeln des Kultes zurückreicht.

Mit Unterstützung der HEAG und der Sparkasse Dieburg erscheint eine Begleitbroschüre zur Ausstellung. Am Eröffnungsabend spricht Dr. Andreas Hensen vom Kurpfälzischen Museum Heidelberg.

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