Dieburger Malerin Edith Kaiser

Weltreise mit Pinsel und Farbe

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Da hört man‘s regelrecht rauschen: Amtsgerichtsdirektor Frank Richter und Edith Kaiser vor den Wasserfällen von Iguazu (Argentinien/Brasilien).

Dieburg - Das Amtsgericht Dieburg setzt seine Reihe mit Kunstausstellungen im Vorraum der Sitzungssäle fort. Bis Ende August können sich Besucher, Anwälte, Zeugen und Angeklagte mit den Weltreise-Bildern der Dieburger Malerin Edith Kaiser ablenken. Von Lisa Hager 

Unter dem Titel „Weltweit“ zeigt Edith Kaiser im ersten Stock des Amtsgerichts farbenfrohe Acryl-Bilder mit Motiven aus aller Welt. Ausgangspunkt und Zielpunkt aber, das machte die Dieburgerin in ihrer erläuternden Einführungsrede bei der Vernissage am Montag deutlich, ist die Heimatstadt. Und so beginnt die Reise am Trapezteich im Schlossgarten, führt über den Norden Deutschlands mit Leuchttürmen und Sanddünen weiter nach Norwegen, Island, Grönland und Kanada. Motive aus Nordamerika, Neuseeland, Australien, Asien und tropischen Stränden lassen Fernweh aufkommen. Die Reise wendet sich Griechenland und den Alpen zu und schließt mit dem Bild „Unsere Erde im All“ ab. Damit ist die Rückkehr nach Dieburg gesichert, wobei auch der Bajazz nicht fehlen darf.

Weitere Informationen gibt es im Internet.

In meist fotorealistischem Stil gemalt sind Kaisers Landschaften aber nicht nur pure Abbilder einer verklärten Realität, sie haben auch eine metaphysische, magische Ebene. Nicht nur Amtsgerichtsdirektor Frank Richter tat sich schwer bei der Suche nach den in die grünen Felsen integrierten Wassergeistern, den Gesichter, die überall im Bild der rauschenden Fälle des Iguazu versteckt sind. Bei genauerer, längerer Betrachtung scheinen sich manche Bilder zu bewegen, was an Kaisers zentralem Motiv, dem Wasser, liegt. Die Welt und ihre Schönheit, ist auch eine Traumwelt, die weg führt von der Realität.

„Die Ausstellung verbindet Dieburg künstlerisch mit der ganzen Welt,“ erklärte Richter in seiner Eröffnungsrede. Die Künstlerin drücke in ihren Bildern die Sehnsucht nach Frieden, Harmonie und Geborgenheit aus, meinte er und konstatierte. „Das sind Elemente, die gut zur Aufgabe eines Amtsgerichts passen.“ Das Herumgehen und Betrachten von Bildern trage ja auch zur Beruhigung bei, so Richter. Das habe auf manche eine durchaus positive Wirkung – in der Wartezeit vor einer Verhandlung oder in den Pausen. Das habe er schon bei früheren Ausstellung beobachtet habe.

Die Bilder Edith Kaisers kann man jederzeit während der Öffnungszeiten des Gerichts betrachten. Wer mehr über die Dieburger Malerin erfahren möchte, kann sich auch auf ihrer Homepage umschauen.

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