Saniertes Gebäude offiziell übergeben

Marienschule: Gut drauf im Knabenhaus

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Wieder ein echtes Schmuckstück: Das Knabenschulhaus der Marienschule.

Dieburg ‐  „Gut drauf“ hieß eines der beiden Lieder, die Schüler der 2. Klassen zur offiziellen Übergabe des sanierten Knabenschulhauses der Marienschule am Montag zum Besten gaben. „Gut drauf“, das beschreibe auch seine Stimmung an diesem Tag, erklärte Schulleiter Lothar Oberle. Kreisbeigeordneter Christel Fleischmann schwärmte von der wunderbaren Bausubstanz in Dieburg und der Marienschule, die ein Schmuckstück der Stadt sei. Von Laura Hombach

Bei der Sanierung des unter Denkmalschutz stehenden Knabenschulgebäudes, in die der Kreis 343 000 Euro investiert hat, wurde deshalb auch intensiv mit der Denkmalschutzbehörde zusammengearbeitet. So wurden etwa für die Fassade eigens Farben angemischt, die der historischen Farbgebung entsprechen und der Eingangsbereich erhielt erneut eine Schiefereindeckung, um die Optik von einst wieder herzustellen.

In einem ersten Bauabschnitt hatte man sich zuvor dem Innenbereich gewidmet: Hier wurden neue Kabel verlegt, eine Rauchwarnanlage installiert und die Decken in den Klassenräumen so gestaltet, dass hier eine gute Akustik herrscht. Neu beschichtete, verputzte und gestrichene Wände verleihen dem Knabenschulhaus eine freundliche Atmosphäre.

Nachdem vor einigen Jahren das dem Knabenschulhaus gegenüberliegende Mädchenschulhaus saniert worden war, macht die Marienschule ihrer Rolle als eines von Dieburgs architektonischen Schmuckstücken nun wieder alle Ehre. Getrübt wird der schmucke Glanz nur noch von dem zwischen den beiden Gebäuden gelegenen Toilettengebäude. Wäre auch das saniert, so sei er „noch besser drauf“, verkündete Oberle. Ein Einwand, den Fleischmann in seiner Ansprache bereits vorweggenommen hatte. Die Sanierung des Gebäudes sei für die Sommerferien geplant, so der Schuldezernent, der noch weitere Projekte des Kreises an der Marienschule anzukündigen hatte.

Die Planungen für die Ganztagsschule lägen zwar noch etwas im Argen, aber für das Schuljahr 2012/13 sei die Schaffung der ersten Halbtagsstelle für die pädagogische Nachmittagsbetreuung angedacht, 2013/14 soll die zweite Halbtagsstelle folgen.

Der Bau von Betreuungsräumen, einer Mensa und einer Bibliothek müsse aufgrund der Haushaltslage allerdings nach hinten verschoben werden, so Fleischmann. Wie lange sich die Marienschule gedulden muss, konnte der Schuldezernent noch nicht genau sagen. Ins Auge fasste er einen Zeitraum zwischen 2013 und 2015.

P Interessierte können sich beim Schulfest am morgigen Freitag (15 und 18 Uhr) von der Sanierung überzeugen und auch davon, wie „gut drauf“ die Marienschule ist.

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