Zirkusdirektor Lothar Oberle begrüßte 300 begeisterte Zuschauer im Zelt

Marienschule wird zur Manege

Mit Hulahoop-Reifen jonglierten diese jungen Zirkuskünstlerinnen.

Dieburg - „Manege frei“ hieß es vergangene Woche für die Kinder der Marienschule Dieburg. Sie schnupperten während ihrer Projektwoche viel Zirkusluft, flogen durch die Lüfte, jonglierten und übten mit Tieren Kunststücke ein. Von Matthias Grimm

Am Samstag war dann ihr großer Tag, sie präsentierten ihren Eltern und Angehörigen in zwei großen Shows, was sie in der Projektwoche vorbereitet hatten.

„Willkommen zur gemeinsamen Show des Zirkus Baldini mit dem Zirkus Marienschule“, begrüßte Schulleiter Lothar Oberle die gut 300 Zuschauer im Zirkuszelt, das unmittelbar neben der Berufsschule auf der Leer aufgestellt war. Oberle war in den Frack des Zirkusdirektors geschlüpft und fühlte sich sichtlich wohl in dieser Rolle. Kein Wunder, schließlich durfte er zwei kurzweilige Shows moderieren, die vor Lebenslust und Kreativität nur so sprühten.

Die Kinder agierten souverän mit Pferden, Eseln und Hunden, bewiesen akrobatisches Geschick, zeigten turnerische Kunststücke am Trampolin, mit den Hulahoop-Reifen und sogar am Trapez. Die kleinen Jongleure ließen Teller und Bälle durch die Lüfte schwirren und dazwischen sorgten die Clowns für viel Belustigung.

Aufgeteilt in zwei Gruppen hatten die rund 300 Marienschüler gemeinsam mit den Artisten des Zirkus Baldini die zweistündigen Vorstellungen in der Projektwoche einstudiert. Vor ihrem Auftritt mit den Pferden war Anne Hillerich ein wenig aufgeregt: „Das hat viel Spaß gemacht. Wir haben auch den Stall der Pferde ausgemistet“, erzählte die Drittklässlerin von den letzten Tagen, an denen sie viel über den Umgang mit Vierbeinern gelernt haben. Rania Landers aus der zweiten Klasse hatte auch ihre Freude daran, „die Hufe sauber zu machen, die Pferde zu füttern und die Ponys zu trainieren.“

„Manchmal mache ich auch im Unterricht mal ein Späßchen. Aber hier macht das viel mehr Spaß“, freute sich der Marienschüler Amir Boumahdig, der mit einigen Mitschülern in die hohe Kunst der Zirkusclowns reinschnuppern durfte.

Alle Darbietungen wurden von jahrgangsübergreifenden Gruppen von der ersten bis hin zur vierten Klasse eingeübt. „Das war echt super“, freute sich Lehrerin Anette Herbert-Seib, „das hat den Zusammenhalt der Kinder sehr gefördert“.

„Absolut zufrieden“ war auch „Zirkusdirektor“ Lothar Oberle. Die Kinder und nicht zuletzt auch er erhielten viel Applaus für ihre Show. „Das ist im Alltag ja nicht immer so.“ Das aufwändige Projekt mit dem Zirkus Baldini wurde anlässlich des 100-jährigen Jubiläums des Mädchenschulhauses durchgeführt. Auch wenn es im Schulalltag keine schaukelnden Ponys und fliegenden Kinder gibt – vieles von dem, was die Grundschüler in dieser Woche gelernt haben, werden sie mit in ihre Klassenzimmer nehmen.

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