Im Garten der Blanks in der Marienstraße beherrschen jetzt die Taglilien das Bild

May-May, Monster und mehr

Josef Blank versucht mit der Digitalkamera, die vergänglichen Schönheiten festzuhalten.Fotos (4): Hager

Dieburg - (eha)  „Little Paul“ ist am fleißigsten: Unermüdlich schiebt er viele Wochen lang seine Knospen aus dem satten Grün der spitzen grasartigen Blätter. Jeden Tag öffnen sich neue apricotfarbene Blütenkelche - daher hat die ganze Gattung ihren Namen: Taglilien (botanisch: Hemerocallis).

Im Garten von Barbara und Josef Blank in der Marienstraße ist derzeit „Taglilien-Alarm“. In einem Rausch von Farben zwischen Weiß, Gelb, Orange über Pink bis Dunkelrot versinken derzeit die Beete. Ein betörender Duft steht über den tausenden von Blüten, die sich der Sonne entgegenrecken. Um die 20 verschiedene Sorten von Taglilien haben die Blanks in vielen Jahren zusammengetragen.

Die mehrjährigen Pflanzen sind genügsam und brauchen eigentlich wenig Pflege. Die in den gemäßigten Klimazonen Ostasiens beheimateten Taglilien bevorzugen relativ nährstoffreiche nicht austrocknende Erde und einen sonnigen Standort. Sie gedeihen aber auch im Halbschatten. Nur etwas Dünger arbeiten die Blanks in die Erde ein, dann kann es im Juni losgehen mit der zartrosa „Rosalie“, der im Blütengrund fast grünlichen „May-May“ und der melonenfarbigen, dickfleischigen „Walt Disney“.

„Tigres“ ist - wie der Name vermuten lässt - im Innern dunkel gezeichnet, und auch viele andere Sorten bieten Mehrfarbiges in ihren 10 bis 20 Zentimeter großen Blütenkelchen an. „Summer Eyes“ beispielsweise sieht mit ihren braunen Rändern wie frisch geschminkt aus. Und „Afrika“ bringt mit der fast schwarzroten Farbe eine exotische Variante ins Bild. „Monster“ überzeugt vor allem durch die Größe, wie der Name schon vermuten lässt. Die orangefarbene Schönheit ist der Liliengigant im Garten der Blanks.

„Die Blüte geht bis Mitte Juli“, sagt der Hobbygärtner, der auch begeistert fotografiert. Da die Blumen in der Vase nicht halten, bleiben die grazilen Lilien alle am Leben. Und statt zum Blumenmesser greift Josef Blank lieber zur Digitalkamera, um die vergängliche Pracht in die weniger schöne Jahreszeit hinüberzuretten.

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