Ja zu mehr Betreuung an Grundschulen

Dieburg (lho) ‐ Wer in Dieburg derzeit sein Kind auch außerhalb der Schulzeit gut untergebracht wissen will, dem stehen zwei Betreuungskonzepte zur Auswahl: Zum einen die Hortbetreuung in den Kitas St. Josef und Muggelburg oder die Nachmittagsbetreuung in den beiden Grundschulen.

Manko der Betreuung an den Grundschulen ist bisher allerdings, dass diese in der Marienschule nur bis um 14 Uhr und in der Gutenbergschule wahlweise bis 13.45 Uhr oder bis 14.30 Uhr angeboten wird. Die Hortbetreuung ist dagegen bis 16/17 Uhr möglich. Allerdings ist der Elternbeitrag für einen Platz im Hort deutlich höher als der an der Betreuenden Grundschule.

So sind die Angebote an den Betreuenden Grundschulen auch komplett ausgebucht: An der Marien- und Gutenbergschule ist die Kapazität mit rund 90 Kindern pro Schule erreicht, beide Grundschulen haben einige Kinder auf den Wartelisten stehen. In den kommenden Jahren wird zudem mit einem größeren Bedarf an Nachmittagsbetreuung gerechnet.

Start des Angebots soll 2010/11 sein

Ein Bedarf, dem die Stadt Dieburg Rechnung tragen will. Die Stadtverordnetenversammlung sprach sich bei ihrer jüngsten Sitzung einstimmig dafür aus, ein bedarfsgerechtes Angebot an den beiden Betreuenden Grundschulen zu unterstützen.

Dem Landkreis als Schulträger sollen dabei folgende Betreuungszeiten mit dem entsprechenden Elternbeitrag vorgeschlagen werden: von 7.30 bis 14 Uhr, 70 Euro; von 7.30 bis 15 Uhr, 85 Euro und von 7.30 bis 16 Uhr 100 Euro. Das Mittagessen muss zusätzlich gezahlt werden. Der verbleibende Fehlbetrag, der sich durch eine Aufrechnung von Personalkosten und Anschaffung von Material, abzüglich der Elternbeiträge und verschiedener Zuschüsse ergebe, soll von der Stadt gedeckt werden. Dieser Zuschuss soll die Stadt indes wesentlich günstiger kommen, als die bisher gewährten Zuschüsse für Betreuende Grundschule und Hortunterbringung.

Start des neuen Betreuungsangebots soll im Schuljahr 2010/11 sein. Die Schulkinderbetreuung in den Kitas soll dann langfristig zugunsten der Unterbringung von unter Dreijährigen aufgehoben werden.

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