Mehrheit feiert mit Minderheiten

Dieburg - Bevor der Sommer ganz verschwindet, feiert Dieburg noch einmal ein Fest. Am Samstag, 26. September, lockt das „Erste Dieburger Fest der Kulturen“ von 11 bis 17 Uhr in die Innenstadt. Das große Picknick im Fechenbachpark ist den Menschen aus über 80 Nationen, die hier leben, gewidmet.

Die größte Gruppe der hier lebenden Ausländer stammt aus der Türkei und ist durch drei verschiedene Gruppen mit kulinarischen Spezialitäten, Informationen und Musik vertreten. Der afrikanische Kontinent wird mit Kunsthandwerk und Hilfsprojekten aus Kenia, Eritrea, Gambia, Ghana präsentiert.

Auch weite Länder wie Bali, Tibet, Nepal, Afghanistan, Pakistan und Ecuador feiern neben europäischen Ländern wie Bulgarien und Griechenland mit im Fechenbachpark.

Selbstverständlich sind auch zahlreiche deutsche Angebote vertreten. Die Dieburger Reha-Werkstatt sorgt für hessische Spezialitäten. Auch die katholische und evangelische Kirche bringen ihre Arbeit näher. Der Dieburger Frauenchor, der Posaunenchor, die Tanzabteilung des SV Blau-Gelb Dieburg und der Chor „resta con noi“ sorgen für musikalische Unterhaltung.

Das Bühnenprogramm und ein Plan der Stände beim „Fest der Kulturen“ ist auf der Homepage der Stadt abrufbar.

Das Fest, das die Stadt ausgerichtet, ist Teil des Programms zur Förderung der Integration. Ulrike Posselt von der Stadtkommunikation und Saleem Mirza, Pate für Integration im Rahmen des Stadtleitbildprojektes, haben die Veranstaltung geplant. Das Fest soll Zuwanderern, die seit langem in Dieburg leben und hier inzwischen verwurzelt sind, Begegnungsmöglichkeiten bieten. Denn bisher werden gemeinsame Aktivitäten, die das Verständnis für die jeweils andere Kultur und Religion wecken, noch nicht ausreichend angeboten. „Wir möchten Einheit-in-Verschiedenheit leben und feiern“, so Posselt. „Mehrheit und Minderheiten werden miteinander, nicht nebeneinander einen schönen Tag erleben.“ Basis bilden die gemeinsame Sprache, Regeln und Grundwerte und gegenseitiger Respekt für die sozialen und kulturellen Besonderheiten.

Rubriklistenbild: © pixelio

Kommentare