„Bild“ verteilt zwei Millionen Aufkleber im Land

Meinungsmache mit DI-Kennzeichen

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Bundesweit verteilt „Bild“ diesen DI-SL-Aufkleber zwei Millionen Mal. So wird die Region mit dem Revival-Kennzeichen auch bekannt gemacht.

Dieburg - Die Diesel-Debatte tobt in Deutschland, und die „Bild“-Zeitung hat mal wieder eine klare Meinung: Das Boulevardblatt schlägt sich auf die Seite von Millionen verunsicherter Diesel-Fahrer. Von Ralf Enders

Und weil dies plakativ unters Volk gebracht werden muss, gibt’s den passenden Aufkleber dazu: „FREIE FAHRT FÜR MEINEN DIESEL - DI-SL 2018“. Ein Dieburger Kennzeichen soll also den umstrittenen Selbstzünder retten – weil sich DI-SL wie Diesel liest. Ganz so erfolgreich wie der legendäre „Ein Herz für Kinder“-Kleber (seit 1978) dürfte die Aktion nicht werden, aber der bundesweite Bekanntheitsgrad Dieburgs steigt zweifellos – „Bild“ sei Dank.

„Insgesamt haben wir zwei Millionen Aufkleber in Umlauf gebracht“, sagt Friedrich Kabler aus der Kommunikationsabteilung des Springer-Verlags auf Anfrage unserer Zeitung. Und so klebt das Kennzeichen DI nur fünf Jahre nach seiner Wiedereinführung millionenfach von Flensburg bis Garmisch auf Diesel-Pkw und Kleintransportern. „Bild“ zufolge ist das Diesel-Bekenntis vor allem im VW-Werk in Wolfsburg und bei Daimler in Sindelfingen der Renner.

Diese Autos dürfen 2018 das H-Kennzeichen bekommen

Frank Haus, Bürgermeister der fremdernannten Diesel-Stadt, ist „überzeugt, dass doch einige Autofahrer mal nach dem Kennzeichen googeln werden, um dann auf Dieburg aufmerksam zu werden“. Ganz wohl ist ihm aber nicht dabei: „Das Thema Diesel ist nicht unbedingt übermäßig positiv besetzt, sodass mir Kennzeichen wie RA-DL 2018 (...) fast noch besser gefallen würden.“ Am liebsten wäre ihm, wenn „ alle neuen Freunde der Stadt mit der Bahn oder dem Bus zu uns kommen würden“.

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