Mentoren machen Lust aufs Lesen

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Vier Mentoren, die Marienschüler beim Lesenlernen unterstützen wollen, haben sich schon gemeldet. Weitere Lesepaten werden noch gesucht.

Dieburg (lho) - Eine so genannte Leselernschwäche ist ein enormes Hindernis für die Lernlust im Allgemeinen und führt zu lebenslangen Nachteilen für die Kinder bei Lese- und Sprachkompetenz, Textverständnis, Schulabschluss, Integration, Ausbildung und sinnvolle Mediennutzung und – später – Erziehung der eigenen Kinder.

Ein Teufelskreis! Für alle betroffenen Kinder und für unsere Gesellschaft insgesamt.

Wie alle Grundschulen verfügt die Marienschule über ein Leseförderkonzept, dieses soll nun durch den Einsatz von Leselernhelfern eine Erweiterung erfahren.

Der Verein „Mentor – Die Leselernhelfer Hessen“ engagiert sich mit ehrenamtlichen Helfern, Kindern zu helfen, diese Schwäche zu überwinden und damit die eigene Weiterentwicklung zu optimieren.

Nach diesem Konzept werden seit acht Jahren in Deutschland schon mehr als 10 .000 Kinder von mehr als 7 000 Mentoren und Mentorinnen als „Lesepaten“ in mehr als 900 Schulen betreut. Davon bereits 450 Kinder in 55 Schulen in Hessen.

Vorbild für soziales Engagement

2003 von Otto Stender, dem derzeitigen Vereinspräsidenten gegründet, gilt der Verein heute als ein Vorbild für soziales Engagement von ehrenamtlich Tätigen, hilfsbereiten Bürgern vor Ort. In Hessen fungiert Ministerpräsident Volker Bouffier als Schirmherr des Vereins. Im November 2010 wurde „Mentor“ als Initiative des Monats geehrt.

Ab dem kommenden Montag (5.) ist es nun auch an der Dieburger Marienschule soweit: „Mentor –Die Leselernhelfer“ werden auch bei den Marienschülern die Betreuung aufnehmen. Einbezogen wurden hierbei Schulleitung, Kollegium und Schulelternbeirat. Die von Lehrern vorgeschlagenen Kinder werden mit Einverständnis ihrer Eltern von „ihrer“ Mentorin oder „ihrem“ Mentor einmal wöchentlich zu einem fixen Termin für eine Stunde in der Schule (öffentlicher Raum) betreut.

Weitere Mentoren gesucht

Mit Hilfe von kindgerechten Materialien werden Interesse, Konzentration und Fähigkeiten der Kinder auf ganz persönlichem Niveau nachhaltig auf motivierende Weise gefördert und weiterentwickelt. Klare Regeln sind, dass sich ein Schüler mit einem Mentor ein Schulhalbjahr lang einmal wöchentlich in der Schule trifft. Abstimmung und enge Kooperation mit dem Lehrkörper und schriftliche Zustimmung der Eltern und tadelloser Leumund der Lesepaten sind unabdingbare Voraussetzungen. Vier Personen haben sich bereits als Mentoren zur Verfügung gestellt. Aber es werden noch weitere Ehrenamtliche gesucht, die als Mentoren in der Marienschule mithelfen wollen.

Die Interessenten müssen mindestens 16 Jahre alt und bereit sein, anderthalb Stunden pro Woche ehrenamtlich tätig zu werden. Hierzu sind alle - ob Berufstätige, Rentner, Hausfrauen, Studenten, leistungsstarke Schüler oder ehemalige Lehrer - herzlich eingeladen, die selbst gerne lesen und gern mit Kindern umgehen Die Mentoren sollten bereit sein, geduldig und beharrlich auf motivierende Art anzuleiten.

Interessenten können sich an die Marienschule, 23011, wenden. Weitere Informationen gibt es auch im Internet.

Quelle: op-online.de

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