Der Dieburger Dieter Wiesner: „Er lässt mich fassungslos zurück.“

Michael Jackson: Manager schließt Selbstmord aus

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Der „King of Pop“ ist tot. Sein Dieburger Manager Dieter Wiesner trauert.

Dieburg - Ein Dieburger ist es, der in diesen Tagen wohl am tiefsten vom überraschenden Tod Michael Jacksons getroffen sein dürfte. Von Jens Dörr

Dieter Wiesner (59), der im Gersprenz-Städtchen lebt - was nur wenige Mitbürger wissen -, war seit Mitte der Neunziger zehn Jahre lang im Umfeld des „King of Pop“ tätig. Er wurde auf Jacksons „ausdrücklichen Wunsch“ - wie Wiesner es selbst auf seiner Website www.dieterwiesner.de angibt - dessen persönlicher Berater.

In dieser Zeit trug er intensiv dazu bei, dass „Jacko“ seinen Bekanntheitsgrad aufrecht erhielt und ausbaute.

Am Samstag war Wiesner für ein persönliches Interview nicht zu erreichen, hatte am Freitag aber schon im Hessischen Rundfunk Stellung zum Tod genommen. Dort schloss er einen Selbstmord des Künstlers, mit dem er in den vergangenen Jahren nicht mehr zusammenarbeitete, mit deutlichen Worten aus: „Der Michael wollte leben, er war kein Typ für einen Selbstmord“, sagte Wiesner in der Sendung „HR1–Prisma“.

Allerdings habe er bei großem Druck reichlich zu Medikamenten gegriffen. Wiesner dürfte dies persönlich häufiger beobachtet haben – denn neben seines Normalalltags in Dieburg wohnte der Manager eine zeitlang auf der legendären „Neverland-Ranch“ Jacksons.

Auf seiner Website hat Wiesner derweil blitzschnell reagiert und nach dem Tod des – bei vielen umstrittenen - Pop-Idols eine Stellungnahme den anderen Inhalten vorgeschaltet. „Michael Jackson war nicht nur langjähriger Geschäftspartner und zu betreuender Künstler für mich, sondern auch ein Freund“, betont Wiesner darin. Zwischen beiden habe ein „brüderliches Verhältnis“ geherrscht.

Auch deshalb habe ihn „Jackos“ Tod „tief erschüttert“. Weiter schreibt der Dieburger: „Er lässt mich, meine Familie, seine Kinder und Angehörigen, Millionen an Fans und die Weltöffentlichkeit fassungslos zurück. Wir werden ihn für immer als ,King of Pop‘ und Ausnahmekünstler des letzten Jahrhunderts in Erinnerung behalten.“

Wiesner, der auch im Merchandising für Unternehmen wie Adidas oder Wella arbeitete und das Talent Management etwa für die Spitzen-Schwimmerin Franziska van Almsick inne hatte, schließt mit den Worten: „Michael Jackson war und ist einzigartig.“

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