Mir! Meiner! Mich!

Dieburg - Wer jemandem die Tür aufhält, kommt erst als zweiter rein. Wer andere ausreden lässt, kommt nie zu Wort. Wer anderen Platz macht, hat seinen verloren. Wer sich anständig verhält, hat die Spielregeln nicht verstanden. Deren Logik ist bestechend einfach: solange man sich nicht entschuldigt, hat man auch nichts falsch gemacht.

In seinem 19. Programm „Meiner! Mir! Mich! - auf der Suche nach der verlorenen Höflichkeit“ ist Kabbaratz einem Phantom auf der Spur: zivilisiertem Benehmen. Das klingt bürgerlich. Ist es auch. Und genau das möchte Evelyn Wendler nicht sein. Sie hält Sekundärtugenden für zweitrangig. Freundlich ja, herzlich gerne, aber ungezwungen ehrlich ohne erstarrte Konventionen und hohle Etikette.

Peter Hoffmann dagegen vermisst in Deutschland neben Hortplätzen gute Kinderstuben. Drängeln, Schubsen, Mobben sieht er als Nachgeburt eines Kapitalismus des Mir!Meiner!Mich!

Wenn wir uns schon für den Nabel der Welt halten, sollen wir ihn bei Übergewicht wenigstens nicht zeigen. Wendler wäre schon froh, wenn die Täter den zu Boden Geschlagenen nicht mehr treten würden.

Wie bei Kabbaratz zu erwarten, könnte das ein intelligent unterhaltsamer Abend werden. Diesmal betont höflich.

Als Kunde sind Sie König - also bitte benehmen Sie sich nicht wie ein Stallknecht.

In Dieburg sind Kabbaratz am Freitag, 8. Mai, um 20 Uhr (Einlass 19 Uhr) in der Ludwigshalle zu erleben. Karten im Vorverkauf gibt es in der Geschäftsstelle des DIEBURGER ANZEIGERs, Schlossergasse 4, 25005.

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