Mit „Hai“zum Hallenbad?

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Ist das der erste Schritt zum neuen Hallenbad? Gestern stellte eine Firma Probebohrungen für geologische Untersuchungen im Freibad an. Klaus Schulte (rechts) und Dieter Sähring vom Wassersportverein Dieburg begleiteten die Aktion.

Dieburg - Die Frühschwimmer waren gestern Morgen nicht allein auf dem Geländes Dieburger Freibads: Mitarbeiter einer Firma aus Babenhausen waren mit Bohrern für eine geologische Untersuchung angerückt. Von Lisa Hager

Der Wassersportverein Dieburg hatte die Probebohrungen in Auftrag gegeben. Mit den Arbeiten will man Klarheit darüber bekommen, ob der Bau eines neuen Trainingsbads auf dem Gelände an der Kreisstraße 128 (alte B 26) überhaupt möglich wäre.

Wie mehrfach berichtet, ist das Hallenbad auf dem Campus, das immer noch der Telekom gehört, ein Auslaufmodell. Nachdem die Stadt die Übernahme abgelehnt hatte, schien der Abriss nahe, bis der Wassersportverein als Träger einsprang und den vorläufigen Weiterbetrieb sicherte. Bis 2019 ist diese Konstellation gesichert. Wie aber soll es weiter gehen? Umfangreiche Sanierungsmaßnahmen stehen in dem Bad an, die der WSV allein nicht schultern kann. So hat sich der Verein schon vor längerer Zeit an die Kommunalpolitik gewandt. Die Vision: der Neubau eines Trainingsbads.

Stadtverordnete stehen den Plänen positiv gegenüber

Das Thema wurde bereits im Bauausschuss erörtert, wobei es vor allem um mögliche Standorte für das 56 Meter lange und 30 Meter breite Gebäude mit fünf 25-Meter-Bahnen ging. Generell stehen die Stadtverordneten den Plänen positiv gegenüber - insgesamt ergab sich ein Votum für einen von drei Standorten auf dem Gelände des Freibads: auf der Südseite entlang der K 128, wo sich jetzt der Kiosk und die leer stehende Bademeisterwohnung befinden. Vorausgesetzt, der Untergrund ist für den Bau geeignet. Schließlich befindet man sich hier auf dem grundwasserträchtigem Grund der Gersprenzaue.

Die Ergebnisse der Probebohrungen werden laut WSV-Vorsitzendem Klaus Schulte in rund zwei Wochen erwartet. „Falls sich der Untergrund als geeignet erweisen sollte“, will der Bauausschuss die vorab geschilderte Bauvariante unterstützen.

Der Verein möchte für die Realisierung des Projekts den Baugrund und einen Zuschuss für die Planung von 50 000 Euro von der Stadt. Zudem soll Dieburg die Erschließungskosten tragen.

Für den eigentlichen Bau hofft man beim WSV auf Mittel aus dem Hallenbadinvestitionsprogramm des Landes Hessen, abgekürzt „Hai“. Es beinhaltet Mittel von insgesamt 50 Millionen Euro und ist bis Ende 2012 befristet. Daher erklärt sich, warum in der kommenden Stadtverordnetenversammlung auf die Tube gedrückt werden soll: Der Antrag auf die Mittel müsste dem hessischen Innenministerium möglichst bald vorliegen.

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