Zurück im Museum

Mithras endlich wieder zuhause

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Römischer Kultstein war für badische Landesausstellung nach Karlsruhe ausgeliehen. Hausmeister Achim Wick geht vorsichtig mit ihm um: der Mithrasstein wird ausgepackt.

Dieburg - Jetzt ist er heimgekehrt in die Katakomben des Schlosses Fechenbach: der römische Mitraskultstein, Star des Dieburger Museums. Von Lisa Hager 

Seit November war er zu Gast im Badischen Landesmuseum Karlsruhe in der archäologischen Sonderausstellung „Imperium der Götter. Isis, Mithras, Christentum – Kulte und Religionen im Römischen Reich“. Der Mithraskult war eine ausschließlich Männern vorbehaltene Mysterienreligion im Imperium Romanum. Aus Dieburg gibt es Hinweise auf zwei Kultstätten, wobei das 1926 entdeckte Mithräum mit seinem weltberühmten Mithrasstein und zahlreichen weiteren Steindenkmälern das Kernstück von Museum Schloss Fechenbach bildet. Inhalt der badischen Sonderausstellung war der aktuelle wissenschaftliche Forschungsstand über die orientalischen Gottheiten sowie deren religiöse Vorstellungen und die Beziehung des frühen Christentums zu diesen Mysterienkulten.

Der Dieburger Mithrasstein wurde zuletzt 1983/84 im Liebighaus Frankfurt im Rahmen der bedeutenden Ausstellung „Spätantike und frühes Christentum“ als Leihgabe gezeigt. Seitdem wurde eine weitere Ausleihe abgelehnt, um das Haus nicht seines attraktiven Hauptausstellungsstücks zu berauben. Die Präsentation im Schloss Karlsruhe haben tausende von Besuchern aufgesucht, darunter war auch eine Delegation des Dieburger Museumsfördervereins.

Nacht der Museen 2014

Nacht der Museen

Gute Nachrichten hat auch der Landtagsabgordnete Manfred Pentz (CDU) fürs Dieburger Museum. „Das Hessische Wissenschaftsministerium hat der Einrichtung eine Förderung von 20 800 Euro für ihre Arbeit zur Verfügung gestellt“, teilt er mit. Mit der Förderung, die aus Mitteln des Kommunalen Finanzausgleichs stammt, werden die Sonderausstellungen „Esteban Fekete“, „Hessen Hybrid“ und „Steinerne Zeugen“ unterstützt.

Außerdem sollen noch römische Keramikgefäße, sowie Kirchenfenster saniert und auch an der Inventarisierung der Museumsstücke gearbeitet werden. Für die Ausstellungen und die geplanten weiteren Arbeiten im Museum werden Gesamtkosten von 41.450 Euro veranschlagt. Mit der Förderung beteiligt sich das Land Hessen mit mehr als 50 Prozent an den Kosten.

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