Ensemble „Over the Rainbow“ überzeugte die Besucher.

Musical-Melodien mit Gänsehautfaktor

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Kristin Hölck und Mark Polak beim Duett aus dem Phantom der Oper.

Dieburg ‐ „War das eine tolle Show“, „Super“, „Es war hervorragend“, so urteilte das Publikum beim Verlassen der Veranstaltung des Dieburger Theaterrings in der FH-Aula und man war einhellig der Meinung, dass es eine gelungene Show war. Die Faszination der Musicals ist bis heute ungebrochen.

Produzent Heinz-Peter Wölke tourt seit Jahren mit seinem Ensemble „Over the Rainbow“ durch Europa und inszeniert einen Streifzug durch weltbekannte Musicals. Mit einem zweistündigen Programm bot Wölke mit seiner Rainbow Band und vier überzeugenden Sängerinnen und Sängern ein Live-Feuerwerk aus Musik, Tanz, Unterhaltung, Lichteffekten und Show. Heinz-Peter Wolke, der die Conférence des Abends übernahm, zog die Anwesenden mit dem Hit „Wenn ich einmal reich wäre“ aus dem Musical Anatevka auf dem Akkordeon in seinen Bann - beeindruckend seine ungeheure Fingerfertigkeit. „So schnell kann ich noch nicht mal auf dem PC schreiben, seine Finger fliegen ja förmlich“, flüsterte eine Zuschauerin fasziniert.

Die Sängerinnen Kristin Hölck und Jemma Endersby sowie die Sänger Nivaldo Allves und Mark Polak sorgten für eine mitreißende Revue und verleiteten das Publikum zu Zwischenapplaus, gebanntem Zuhören, Mitsingen und Klatschen.

Mit Hits und Medleys aus „Die Schöne und das Biest“, „My Fair Lady“, „Tarzan“, „Les Miserables“, sowie „We will Rock you“ wussten die Musiker mit ihren Stimmen zu überzeugen. Ein großer Block wurde den Musicals von Andrew Lloyd Webber gewidmet. Zu dem Welthit „Starlight Express“ rollten Endersby und Allves in Rollschuhen über die Bühne. Hölck und Pollak bezauberten mit dem Duett „Phantom der Oper“ und Hölck erhielt nach ihrer emotionalen Interpretation von „Memory“ aus dem Musical „Cats“ spontane Bravo-Rufe aus dem Publikum. „Ich habe so eine Gänsehaut“, flüsterte ein Besucher.

Allves brillierte mit „Sweet Transvestite“, als strapstragender Mann aus der „Rocky Horror Picture Show“ und überzeugte zudem durch die höchsten Absätze des Abends. Als er dann noch einen Spagat auf die Bühne legte, war das Publikum nicht mehr zu halten. Auch die Schnelligkeit, mit der die Künstler ihre Kostüme in kürzester Zeit wechselten, beeindruckte.

An zwei der größten Künstler der vergangenen Jahrzehnte erinnerte Wölke mit einem Showteil. So übernahm Allves den Part des „King of Pop“, Michael Jackson, und tanzte zu Billie Jean den Moonwalk wie der verstorbene Künstler.

Pollak zog das Publikum mit einem Medley von und als Elvis Presley in den Bann. Als er sich zu „Falling in Love with you“, ins Publikum begab und die Damen besang, flogen ihm die Herzen der Angesungenen zu. Zum dargebotenen Medley aus dem neuen Musical „Sister Act“, das seit diesem Jahr in London aufgeführt wird und einen Zusammenschnitt aus dem gleichnamigen Film mit Whoopy Goldberg ist, traten alle Darsteller, Bandmitglieder und Wölke als Nonne auf.

Nach fast zweieinhalb Stunden Musiktheater forderte das Publikum mit Standing Ovations und frenetischem Klatschen eine Zugabe. Diese wurde mit einer musikalischen Darbietung aus „Stomp“ erfüllt, wobei alle auf improvisierten Musikinstrumenten wie Blecheimern, Besen und Schaufeln trommelten. Den Abschluss bildete ein A Capella Gesang „Can you feel the Love tonight“ aus dem „König der Löwen“. „Ich bin fasziniert und werde mir diese Show auf jeden Fall ein weiteres Mal ansehen“, sagte Besucherin Christine Klein aus Rodgau.VERENA SCHOLZE

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