Nach dem Ausfall der närrischen Parade bleibt vieles wie geplant

2016 kommt 2017 zum Zug

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Am Sonntag hallt und schallt das Dieburger Äla wieder durch alle Gassen: Der Kinderfastnachtszug schlängelt sich durch die Stadt.

Dieburg - „Großes wird hier stets vollbracht in Februar und März... “, heißt es in einem Dieburger Fastnachtsschlager. Nun, es ist wieder soweit, an diesem Sonntag steht der Kinderumzug durch die Fastnachtshochburg auf dem Programm. Von Jens Dörr

Beim Umzug der Großen gibt es einige verkehrsbedingte Neuerungen. Dass der große Dieburger Fastnachtsumzug in diesem Jahr einen anderen Weg als 2015 (2016 fiel der Umzug witterungsbedingt aus) nimmt, ist inzwischen keine Neuigkeit mehr. Schließlich führt er wegen diverser Baustellen am Fastnachtsdienstag (28. Februar, Start um 13.33 Uhr) durch die Fußgängerzone anstatt durch die Straße „Hinter der Schießmauer“ und verkürzt sich zudem durch das Weglassen des Ringstraßen-Stücks zwischen Groß-Umstädter Straße und Aschaffenburger Straße (wir berichteten). Nur eingeschränkt Platz für Zuschauer gibt es zudem an der „Spieß-Kreuzung“, wo aktuell ein Kreisel entsteht, der am letzten Tag der närrischen Kampagne aber noch nicht fertig sein wird.

Der Weg des Kinderfastnachtszugs durch die Innenstadt

Dennoch wird der Umzug aus Richtung Groß-Umstädter Straße kommend dieses derzeitige Nadelöhr mit Fußgruppen und Wagen passieren. 3 000 Teilnehmer, die sich auf die traditionell 111 Zugnummern verteilen, haben sich bei Thomas Lewis, Zugmarschall des Karnevalvereins Dieburg (KVD), für den 28. Februar angemeldet. Womit Lewis diesmal weniger Arbeit hatte als in den Vorjahren, dem neuen Zugweg und dem neuen Aufstellbereich (in der Alten Mainzer Landstraße und in der Straße „Auf dem Frongrund“ anstatt im Burgweg) zum Trotz: „Mehr als 90 Prozent der Zug-reihenfolge ist gegenüber 2016 gleich geblieben“, so Lewis. Damals fiel der Zug wegen eines heftigen Sturms aus, wird nun mit der nahezu identischen Aufstellung in diesem Jahr durchgeführt. „Auch mehr als 90 Prozent der Gruppen verwenden in diesem Jahr das Kostüm, das sie für das Vorjahr vorbereitet hatten“, sagt der Zugmarschall.

Er begrüßt beim großen Umzug einige Gesichter, die in den Jahren zuvor nicht unter den Teilnehmern waren. Schon im vergangenen Jahr wollte der Radiosender FFH mit einem Motivwagen mitfahren und anschließend auf dem Dieburger Marktplatz für Stimmung sorgen, was die Absage aber ebenso verhinderte wie die Teilnahme der Dieburger Gruppe „Elfchen“ und die neue Fastnachtsgruppe „Bouruschels“ (Lewis: „Ein Bouruschel wird der oberste Knopf eines Mantels genannt“). Sie debütieren in diesem Jahr, vermutlich als einjährige Ausnahme, wie es Lewis andeutet. Dies gelte auch für die Handballer der SG Grün-Gelb Dieburg, die einen der 111 Plätze ergattert haben, und für die Fastnachter des FVCA Eppertshausen. Die Karnevalsabteilung des Eppertshäuser Fußball-Vereins feiert in dieser Kampagne ihr 44-jähriges Bestehen und läuft normalerweise „nur“ an Rosenmontag in Urberach mit. Diesmal endet ihre Jubiläumskampagne in Dieburg, wo sie sich mit 75 Teilnehmern angekündigt haben und ihr „Eppertshausen Helau!“ womöglich in ein „Dibborsch Äla!“ einzutauschen bereit sein dürften. Weiter hinten im Zug platziert als gewohnt wird das Ex-Prinzenpaar, das im Vorjahr Pech hatte, dass „ihr“ Umzug ausfiel.

Bilder: So feiern die Dieburger Narren auch ohne Umzug

Während die neuen, noch geheimen Dieburger Tollitäten als letzte Nummer vor dem Aschermittwochskater dabei sein werden, dürfen Ex-Prinz Thilo Falk und Ex-Prinzessin Sabine Enders als Zugnummer 90 mitfahren (normalerweise ist das Ex-Prinzenpaar im ersten Zugviertel zu finden) und somit den Großteil der Gruppen vor dem Start an sich passieren lassen und dabei die närrischen Grüße entgegennehmen.

Debütant beim großen Umzug am 28. Februar wird zudem die Guggemusik Kinziggeister Erlensee sein. Beim Kinderumzug an diesem Sonntag, 19. Februar (Start um 13.33 Uhr), für den sich 1 950 Teilnehmer angekündigt haben, und bei dem gerade die beiden Dieburger Grundschulen wieder äußerst stattliche Gruppen bilden werden, ist unter den Musikzügen erstmals die „Druffkapell“ Jügesheim mit von der Partie. Praktisch als „Eintritt“ sollten Zuschauer im Rahmen der Umzüge die Zugplakette erwerben, deren Verkauf dem KVD das Stemmen der Kosten für die beiden Spektakel erleichtert.

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