Anwohner aus Dieburg-Ost müssen vorübergehend ihre Häuser verlassen

Panzergranaten aus dem 2. Weltkrieg gesprengt

Dieburg - Große Aufregung im Dieburger Osten: Wegen der Sprengung von vier Panzergranaten aus dem 2. Weltkrieg mussten gestern Nachmittag 15 Anwohner des Neubaugebietes Dieburg-Ost am Campus vorübergehend ihre Häuser verlassen.

Wie die Polizei mitteilte, waren die Kampfmittel gegen 12 Uhr von einem Pilzsammler im Forst östlich der Kreisstraße 128 (zwischen Polizeikreisel und „Fiege“) entdeckt worden. Sie wurden schließlich kontrolliert gesprengt und unschädlich gemacht. Verletzte oder Schäden habe es nicht gegeben. Der Polizei zufolge hat ein Mitarbeiter des Kampfmittelräumdienstes festgestellt, dass die vier Granaten nicht transportfähig waren und an Ort und Stelle gesprengt werden mussten. Die Häuser der betroffenen 15 Anwohner befanden sich im entsprechenden Gefahrenradius von 300 Metern. In diesem Bereich habe die Polizei auch die Kreisstraße und die Waldwege abgesperrt und die zahlreichen Spaziergänger am Sonntagnachmittag mit Lautsprecherdurchsagen auf den Einsatz hingewiesen.

Zudem hat der Führungs- und Lagedienst der Polizei die Deutsche Flugsicherung in Langen sowie umliegende Kleinflugplätze über die Sprengung informiert. Der Luftraum wurde während der Detonation von einem Polizeihubschrauber überwacht. Bei der Dieburger Polizeistation nur wenige Meter entfernt gingen zahlreiche Anrufe besorgter Bürger ein. Um 16.05 Uhr schließlich wurden die Granaten gesprengt.

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Dieburgs neuer Bürgermeister Frank Haus machte sich persönlich vor Ort ein Bild von der Lage und stellte den betroffenen Anwohnern vorübergehend die Römerhalle zur Verfügung. Neben dem Kampfmittelräumdienst waren acht Streifenwagen der Polizeidirektion Darmstadt-Dieburg und die Feuerwehr Dieburg in den Einsatz eingebunden. (re)

Rubriklistenbild: © Symbolbild: picture alliance / dpa

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