Er ist der „Neue“ im Dieburger Revier

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Ab dem 10. Februar offiziell im Amt: der Erste Polizeihauptkommissar Klaus Pauls.

Dieburg ‐ Im Büro des Dienststellenleiters der Polizeistation Dieburg klingelt das Telefon: „Sie wollen Herrn Franke sprechen? Sie müssen mit mir vorlieb nehmen, ich bin der Neue hier“, klärt Erster Polizeihauptkommissar Klaus Pauls (50) seinen Gesprächspartner auf. Zu Beginn dieser Woche hat Pauls sein neues Revier bezogen und hat etwa zweieinhalb Wochen Übergangs- und Einarbeitungszeit, bis sein Vorgänger Reimar Franke offiziell in den Ruhestand verabschiedet wird. Von Dirk Beutel

Danach fängt für ihn das alltägliche Geschäft an, wie es Pauls nennt. Weder Aufgabenbereich noch Einsatzort sind ihm unbekannt. Als gebürtiger Umstädter kennt er das Umland, zudem ist er schon seit 1979 bei der Polizei. Von 1983 bis 1988 hielt er bereits als Streifenpolizist Dieburgs Straßen sicher. Von 1994 bis 1996 war er als Gruppenleiter einer der fünf Einsatzgruppen, die in Wechselschicht rund um die Uhr in Bereitschaft sind, eingesetzt. Es folgten weitere Stationen: Unter anderem als Leiter der technischen Gruppe bei der Darmstädter Autobahnpolizei und als zuständiger Beamte bei der Abteilung Sicherheits- und Ordnungsaufgaben im Darmstädter Schlossrevier.

Zuletzt leitete Pauls fünf Jahre lang die Polizeistation in Pfungstadt. „Es war eine schöne Zeit, in der viele Freundschaften entstanden sind“, resümiert der Vater von zwei erwachsenen Töchtern, die dem Polizeiberuf allerdings wenig abgewinnen können. Für Klaus Pauls hingegen war schon als 14-Jähriger völlig klar, dass er den Beruf des Polizisten ernsthaft anstreben wird. Gleich nach dem Abschluss der mittleren Reife forcierte Pauls den nötigen Einstellungstest, den er jedoch beim ersten Mal nicht schaffte. „Ich habe mich danach zunächst umorientiert und eine Ausbildung zum Industriekaufmann absolviert. Bald merkte ich aber, dass mir etwas fehlt“, erinnert sich Pauls. Also nahm er den Einstellungstest ein zweites Mal in Angriff: Er bestand ihn mit Bravour.

Pauls: „Kenne den Bezirk wie meine Westentasche“

Nun ist er in der größten Polizeistation des Landkreises gelandet - erneut. „Ich habe auch wegen meiner Wohnortnähe eine starke Bindung zu diesem Bezirk, den ich wie meine Westentasche kenne“, bekennt Pauls. Für acht Gemeinden mit zusammen rund 110 000 Einwohnern ist die Dieburger Polizeistation zuständig - ein bisschen mehr als Pfungstadt, obgleich sich das kriminelle Aufkommen statistisch die Waage halte.

Pauls´ Hauptaufgabe besteht derzeit darin, sich in die gegebenen Strukturen einzufinden: „Im Vergleich zu anderen Stationen habe ich es sicherlich leichter, weil ich schon einmal hier im Einsatz war, allerdings hat sich hier in rund 16 Jahren einiges verändert und neue Gesichter sind auch dazu gekommen“, erklärt Pauls. Das Wichtigste seien persönliche Einzelgespräche mit den Kollegen, um sich eine Basis zu schaffen.

Ausdauersport als Ausgleich

Als Ausgleich zum Beruf schnürt Pauls gerne die Laufschuhe oder setzt den Fahrradhelm auf. Als Triathlon-Wettkämpfer beim TuS Griesheim nahm er beispielsweise am Ironman in Roth (2001) und in Frankfurt (2006) teil. Inzwischen hat er sich aus der Wettkampfszene verabschiedet und nutzt den Sport nur noch zum Fitbleiben.

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