Umfrage der Kolping-Jugend Dieburg zur Zukunft des Jugendcafés.

Neue Möbel und pinkfarbene Wände?

Was wünschen sich die jungen Dieburger für ihr Jugendcafé auf der Leer? Vor allem sind es neue Möbel, die auf der Wunschliste stehen.

Dieburg -   Das Jugendcafé (Juca) Dieburg ist bei Kindern und Jugendlichen gut bekannt, erhält ein insgesamt eher positives Feedback, weist aber auch noch reichlich Verbesserungspotenzial auf: Das ist das grobe Fazit einer detaillierten Umfrage zum Juca, das die Kolping-Jugend Dieburg im Rahmen der 72-Stunden-Aktion des Bundes der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) durchgeführt hat.

Dazu war der Kolping-Nachwuchs während der Aktion mit einem selbst entwickelten Fragebogen in vier hiesige Schulen gegangen: in die Goetheschule, die Gutenbergschule, die Marienschule sowie die Anne-Frank-Schule. 223 Schüler beantworteten dabei 14 Fragen nach dem Multiple-Choice-Modus und durften überdies ergänzende Anmerkungen machen. Die überwiegend aus den Klassen zwei, drei und vier sowie acht und neun stammenden Schüler im Alter von acht bis 15 Jahren, die den Bogen ausfüllten, zeichnen in der Auswertung ein gemischtes Bild des Juca Dieburg mit einer leicht positiven Tendenz.

Die erste Frage ist inzwischen schon wieder überholt – da wollte die Kolping-Jugend wissen, wie den Schülern das Juca von außen gefalle. „Geht so“, antwortete die Mehrheit – inzwischen ziert aber das von der Kolping-Jugend aufgemalte riesige Logo das Gebäude und wertet es optisch auf. Die Gestaltung des Foyers findet die Mehrheit derweil „gut“ oder „sehr gut“, ebenso den „Blauen Raum“. Zweifellos top kommt die „Chill-Zone“ an, die mehr als die Hälfte derjenigen, die angaben, schon einmal im Juca gewesen zu sein, als „sehr gut“ bewerteten.

Von den 223 Befragten haben 169 das Juca bereits aus mindestens einem Anlass besucht. An der „Chill-Zone“ lobten die Kinder und Jugendlichen die „gute Einrichtung“ und dass sie „gemütlich“, „jugendlich“ und „elternfrei“ sei. Allerdings tauchte in den Antworten zu den anderen Innenbereichen des Jucas immer wieder auf, dass speziell die Möbel „alt“, „hässlich“ oder gar „eklig“ seien. Das sei auch der Aspekt gewesen, der bei der Umfrage am deutlichsten geäußert worden sei, sagt Matthias Spielkamp, der den Einsatz der Kolping-Jugend bei der 72-Stunden-Aktion mit anderen koordinierte. Bei diesem Punkt – zu einem anderen Ergebnis könne man nach der Auswertung nicht kommen – gebe es schon für die nahe Zukunft akuten Handlungsbedarf, so Spielkamp.

Obwohl die Juca-Verantwortlichen der Stadt gemeinsam mit dem Stadtjugendring ständig intensiv an der Aufwertung des Treffs für die jungen Menschen arbeiten und dort regelmäßig auch Konzerte oder Workshops veranstalten, gibt es zahlreiche Wünsche der Dieburger Schüler, was man noch anschaffen und anbieten könnte. An erster Stelle stehen eine moderne Ausstattung und neue Möbel, darüber hinaus aber fast alle (materiellen) Dinge, die die Freizeit junger Leute unterhaltsam gestalten können. Das reicht von Spielekonsolen wie Playstation und X-Box über eine Schminkecke und ein Riesentrampolin bis hin zum guten alten Tischkicker. Einige Mädchen wünschen sich zudem einen separaten Mädels-Raum, mancher auch einen Flipper oder – etwas weniger bescheiden – gleich einen Whirlpool.

Und manchmal wird es der Stadt definitiv nicht gelingen, alle zufrieden zu stellen: Auf die Frage, wie die Wände im Inneren farblich gestaltet werden könnten, gab es als Antwort auch den Wunsch, „Pink als Hauptfarbe“ zu wählen. Zumindest bei den Dieburger Jungs dürfte das nicht besonders hoch im Kurs stehen.

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