Neues Projekt: Klostergarten

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Der OWK ruft Bürger auf, bei der Pflege des Klostergartens mit anzupacken.

Dieburg ‐  Seit über 30 Jahren kümmert sich die Initiative im Odenwaldklub Dieburg um die Instandhaltung und Renovierung der Wendelinuskapelle am Parkplatz des Kapuzinerklosters.

Im vergangen Jahr wurden die gedrechselten Säulen am Portikus neu justiert, nachdem durch einen Verkehrsunfall im Kreuzungsbereich Frankfurter Straße - Minnefeld die Statik der Andachtsstätte ziemlich beeinträchtigt wurde.

Auch erhielt die goldene Kuppel der Kapelle neuen Glanz, denn Umweltbeeinträchtigungen durch den Straßenverkehr und schädigende Witterungseinflüsse ließen über die Jahre hin sprichwörtlich den Lack abblättern und stumpf werden. Aus dem Erlös des Wendelinusfestes wurden immer wieder Mittel für Restaurierungs- und Reparaturarbeiten verwendet, um notwendige Maßnahmen durchzuführen, die Substanz der Kapelle zu sichern und ihr Erscheinungsbild ansehnlich zu erhalten.

Bachelor-Arbeit zur Gartenanlage bald abgeschlossen

Treffpunkt hierfür ist Samstag, 17. April, um 9 Uhr auf dem Klosterparkplatz. Auskünfte erteilt Franz Zoth, 823339.

Nun soll der Garten des Kapuzinerklosters als neues und weiteres Projekt in Angriff genommen werden. Zusammen mit dem Guardian des Klosters, Bruder Berthold, Vertretern der Landesdenkmalpflege und dem Freundeskreis der Kapuziner wurden Pläne für ein Gartenkonzept entwickelt, das sich dem Sonnengesang des Heiligen Franziskus widmet. Auch die Hochschule Rhein-Main in Geisenheim ist mit dem Fachbereich Landschaftsarchitektur involviert.

Ende Mai wird die Bachelor-Arbeit einer Studentin über die Gartenanlage des Kapuzinerklosters in Dieburg abgeschlossen sein und kann dann der interessierten Öffentlichkeit vorgestellt werden“, teilt der Vorsitzende der OWK-Ortsgruppe Dieburg, Franz Zoth, mit. Er steht der Studentin als Mentor vor Ort beratend zur Seite. Mit der Initiative für den Klostergarten ruft der Odenwaldklub Dieburg eine besondere Form der Bürgerinitiative ins Leben.

Klostergarten soll eine Chance bekommen

Menschen, die Interesse an der Gartenarbeit haben, können kleinere praktische Arbeiten durchführen, Beete zur Pflanzung vorbereiten und Hegearbeiten übernehmen. „Wir allein können die Gartenanlage nicht mehr in dem Maße betreuen, wie dies früher der Fall war“, sagt Bruder Berthold und freut sich, dass es im Freundeskreis der Kapuziner Menschen gibt, die zeitweise unterstützend tätig sind.

Auf unseren letzten Vorstandssitzungen haben wir das Projekt beraten und sind zu dem Ergebnis gekommen, dass der Klostergarten eine Chance bekommen soll“, stellt Zoth fest.

Garten soll für Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden

In seiner Begründung verweist er auf die Wendelinuskapelle und das lautlose Bürgerengagement vieler Mitglieder seines Vereins, die regelmäßig an Wochenenden die Grünanlage reinigen, die Straße kehren oder für passenden Blumenschmuck an Kapelle und Brunnen sorgen. „Zu unseren Vereinszielen gehören Aktivitäten wie das Wandern, aber auch Tätigkeiten im Bereich der Kultur- und Landschaftspflege - insofern passt das Projekt „Klostergarten“ hervorragend zu uns“.

Zusammen mit der Brüdergemeinschaft der Kapuziner schwebt dem Odenwaldklub vor, den Garten zu bestimmten Zeiten öffentlich zugänglich zu machen und in diesem Rahmen thematische Veranstaltungen anzubieten. Damit dies möglich wird, muss zunächst Hand angelegt werden. „An große Aktionen haben wir dabei nicht gedacht, sondern eher an zeitlich begrenzte und regelmäßige Arbeitseinsätze im Rahmen von ein bis drei Stunden, jede Frau und jeder Mann ist willkommen, über den zeitlichen Rahmen und die Uhrzeit können wir uns absprechen“, erklärt Zoth. Um das Vorhaben „Klostergarten“ überhaupt zu starten, ist ein erster gemeinsamer Arbeitstermin vorgesehen.

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