Neu: Grundschule „im Stickes“

Dieburg - (eha)  Um den Bau einer neuen Ein-Feld-Sporthalle neben der alten Gutenberghalle und den Neubau einer Grundschule im Wohngebiet Limbachsruhe geht es heute Abend in der Stadtverordnetenversammlung.

Wegen der Dringlichkeit wurde der Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses (Beginn 19.30 Uhr) eine Sitzung der Stadtverordnetenversammlung um 19 Uhr vorgeschaltet. In dieser soll der Beschluss für den Bau einer Sporthalle in unmittelbarer Nähe der - etwa gleich großen - Gutenberghalle gefasst werden.

Die Stadt übernimmt zwei Drittel der Kosten von rund einer Million Euro, der Landkreis ein Drittel. Die Halle wird Eigentum des Kreises, die Abrechnung der Baukosten wird vertraglich geregelt. Und eine Nachricht werden die Sportvereine der Stadt, die schon lange unter der allgemeinen Hallenmisere leiden, besonders gerne hören: Der Neubau wird nicht für den Schulsport benötigt, sondern steht den Dieburger Vereinen zur Verfügung.

Statt der dringend nötigen Sanierung der Gutenbergschule wird es für rund drei Millionen Euro einen Neubau im Wohngebiet Limbachsruhe geben (wir berichteten). Für diese „Grundschule im Stickes“ - eine dreizügige Einrichtung mit rund 300 Schülern - soll heute Abend der Bebauungsplan auf den Weg gebracht werden, der endgültig in der Stadtverordnetenversammlung vom 26. März beschlossen werden soll. Um die Schule sollen laut erster Planskizze rund 30 Wohnbauplätze entstehen.

Zwischen Aubergenviller Allee und Waldstraße liegen Grundstücke der Stadt und privater Eigentümer. Bürgermeister Dr. Werner Thomas hat mit den Eigentümern Verhandlungen geführt, die zum Erfolg geführt haben. Von den rund zwei Hektar, die die Eigentümer einbringen, erhält die Stadt rund 30 Prozent kostenlos als Flächenbeitrag. 20 Prozent kauft die Stadt zum Preis von 50 Euro pro Quadratmeter und die restlichen 50 Prozent der Gesamtfläche erhalten die Eigentümer als Baugelände.

Für die Grundschule selbst werden 6 000 Quadratmeter benötigt. Die alte Schule wird abgerissen. Der Landkreis legt auf dem Gelände einen Parkplatz mit wassergebundener Decke an. Dieses Gelände wird gegen das künftige Schulgelände im Stickes getauscht.

Die Erschließungskosten für die Anbindung der Schule an die Aubergenviller Allee übernimmt der Kreis. die Kosten für die Kanalisation im Bereich des neuen Baugebietes werden auf rund 750 000 Euro, die für den Straßenbau auf 850 000 Euro, geschätzt. Die Beteiligung der künftigen Grundstücksbesitzer ist noch nicht geregelt.

Heute Abend soll der Haupt- und Finanzausschuss schon eine Empfehlung für die Aufstellung des Bebauungsplan fassen, damit dieser in der nächsten Stadtverordnetensitzung beschlossen werden kann.

Aber warum jetzt diese Schnellschüsse von Projekten, über die ansonsten jahrelang diskutiert und beraten würde? Zur Mitfinanzierung des Schulneubaus und der Sporthalle sollen Mittel über die derzeit laufenden Sonderinvestitionsprogramme von Land und Bund beantragt werden. Und die entsprechenden Anträge müssen bis Ende März eingereicht sein. Damit die Mittel dann auch fließen, müssen 50 Prozent des Geldes noch in diesem Jahr auch ausgegeben werden.

Wenn alles klappt, könnten die ersten Kinder dann schon zu Beginn des Schuljahres 2010/11 in die neue „Grundschule am Stickes“ gehen.

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