Noch mehr Unikate in idealer „Bummel-Lage“

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Freuen sich über die neuen „UNIKAT“-Verkaufsräume in der Zuckerstraße: Geschäftsleiterin Bettina Weißhaar (v. l.), Werkstattleiterin Anja Chakrabarty, Pädagogische Leiterin und Vorstandsmitglied Andrea Bartels, die ehrenamtliche Verkaufskraft Sylvia Preuß sowie die Mitarbeiterinnen Amelie Manitz und Ina Heimberger.

Dieburg - Neugierig blickt eine Passantin in der Zuckerstraße durch die Schaufensterscheiben der Hausnummer 25. In der Auslage machen edle Papierwaren und bunte Laternen Lust auf mehr. Von Laura Hombach

Lust darauf, durch die Ladentür zu treten und zwischen den vielen köstlichen Waren und kleinen Kostbarkeiten zu stöbern und das ein oder andere Stück dann auch mit nach Hause zu nehmen.

Ob Weine oder Balsamessige, bunte Bonbons, Taschen, Ordner, Geschenkpapier, Seifen oder Dekoratives - egal für was sich der Käufer entscheidet, eines ist sicher: Er greift zu einem „UNIKAT“. Nicht umsonst lautet so auch der Name des Ladens. Das Angebot, bestehend aus Eigenprodukten der Dieburger Behindertenwerkstätten sowie Behindertenwerkstätten und psychiatrischen Einrichtungen aus ganz Deutschland sowie Produkten regionaler Kunsthandwerker, bereichert bereits seit zwei Jahren das Dieburger Einkaufsangebot. Im November 2009 hatte „UNIKAT“ in der Eulengasse eröffnet.

Mit dem Umzug in die Zuckerstraße mit Blick auf den Fastnachtsbrunnen bietet „UNIKAT“ seinen Kunden nun nicht nur optimale „Bummel-Lage“, sondern auch mehr von allem. Die Verkaufsfläche konnte mit nun 84 Quadratmetern gut verdoppelt werden. Und so dürfen sich die Kunden über eine größere Auswahl an Produkten bereits bekannter Anbieter freuen, aber auch über neue Angebote. So kann man jetzt zum hier erstandenen Unikat-Präsent auch gleich das passende Geschenkpapier kaufen.

Ein wichtiger Schritt für die Behindertenhilfe

„Der Umzug ist für uns auch ein symbolischer Schritt“, freut sich Andrea Bartels, Pädagogische Leiterin und Vorstandsmitglied des Vereins für Behindertenhilfe Dieburg und Umgebung. „Wir ziehen aus einer Randlage ins Zentrum der Gesellschaft.“ Ein wichtiger Schritt, denn neben dem Verkauf der Produkte der Behindertenwerkstätten geht es im „UNIKAT“ auch darum, Kontakte herzustellen, zu informieren und deutlich zu machen, wie leistungsfähig Menschen mit Behinderung sind. Künftig soll deshalb der Laden in der Zuckerstraße auch genutzt werden, um auf die weiteren Angebote der Behindertenwerkstatt aufmerksam zu machen: so etwa den Pelletverkauf oder die Bereiche Gartenbau und Dienstleistungen. „Künftig wollen wir Interessierten auch die Möglichkeit anbieten, einmal unsere Werkstatt zu besichtigen“, sagt Werkstattleiterin Anja Chakrabarty.

Der Verkauf im „UNIKAT“ wird betreut von Laden-Chefin Bettina Weißhaar, Beschäftigten aus der Behindertenwerkstatt und ehrenamtlichen Helfern. Um mit dem Umzug in die Zuckerstraße nicht nur die Angebotspalette zu vergrößern, sondern auch die Dienstleistung zu erweitern, sollen die Öffnungszeiten ausgedehnt werden. Dazu fehlt es allerdings noch an ehrenamtlichen Kräften. Wer Interesse hat, ehrenamtlich beim Verkauf im „UNIKAT“ mitzuhelfen, wird gebeten, sich unter Tel.: 9226820 oder direkt im Laden zu melden.

Allerdings heißt es noch einen Augenblick Geduld haben, bis sich die Türen in der Zuckerstraße 25 öffnen: Ab dem morgigen Freitag um 12 Uhr darf dann aber wieder nach Herzenslust nach Unikaten gestöbert werden. Die Verlockung der vielen handgefertigten Produkte in den Regalen wird zur Eröffnung noch um eine süßen Überraschung ergänzt.

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