Stadtleitbildpaten: Ideen zu Gesundheit, Tourismus, Geschäftswelt

Notarztstandort etablieren

Dieburg - (eha)  „Die Attraktivität Dieburgs steht und fällt auch mit dem Bestehen des Rochus-Krankenhauses.“ Der Dieburger Arzt Dr. Gerald Grohe stellt die Erhaltung des Krankenhausstandortes Dieburg in das Zentrum seiner Bemühungen. Als Pate ist er mit der Umsetzung des Leitbild-Projektes befasst, die ärztliche Versorgung und die gesundheitlichen Dienstleistungen in Dieburg zu verbessern.

Gemeinsam mit Dr. Stefan Rosenbrock und Dr. Armin Sülberg vom St. Rochus Krankenhaus erläuterte er beim letzten Treffen der Stadtleitbild-Paten Konzepte zur Etablierung eines Notarztstandortes am St. Rochus Krankenhaus sowie zur Erweiterung des fachärztlichen Spektrums in Dieburg.

Wenn es um das Thema „Tourismus“ geht, rät Experte Thomas Disser zur Entwicklung eines Tourismuskonzeptes. „Tourismus wird wie Folklore behandelt“, schmunzelt Disser. „Jeder war schon mal in Urlaub.“ Daher sei eine Situationsanalyse Grundlage jeder Konzeption, die langfristig ausgelegt sein müsse. Viele Interessensgruppen und Akteure müssten eingebunden werden. Geplant sind Treffen mit Gastronomen oder Hotels in Dieburg.

Derweil arbeitet Dr. Christine Köpken-Watts daran, Dieburg zur fahrradfreundlichsten Stadt Hessens zu machen. Ihre Konzeption sieht eine Überprüfung des Radwege-Zustandes vor, außerdem die Einrichtung von Radspuren an den wichtigsten Verkehrsachsen in Dieburg. Auch Einbahnstraßen könne man für Radfahrer öffnen, so Köpken-Watts.

Um den Klimaschutz in Dieburg bemüht sich Professor Hans Reiner Böhm. Im Hinblick auf leere Kassen könne man eine Klimaschutzkonzeption bis zu 80 Prozent fördern lassen. Wichtig sei auch, beispielsweise Handwerksbetriebe zu schulen, die oft auf Klimaschutzinitiativen gar nicht eingestellt seien und Kunden dementsprechend nicht beraten könnten. „Das Wissen ist da, es kommt nur nicht an“, so Böhm.

Um die Vielfalt und Qualität der Geschäfte kümmern sich Patin Claudia Kleene und Ulrike Posselt von der Stadtkommunikation Dieburg. In einem Fünfjahresplan sollen die Servicequalität der Fachgeschäfte verbessert und die Öffnungszeiten in der Innenstadt vereinheitlicht werden. Dabei sei eine Art Gastro- oder Geschäfts-Check denkbar.

Karin Ruf ermittelt den Bedarf an Freizeitangeboten bei Bürgern und Vereinen. Gemeinsam mit dem Paten Ulrich Bausch erstellt sie ein Finanzierungs- und Grobkonzept für ein neues Sportzentrum in Dieburg.

Bürgermeister Dr. Werner Thomas zeigte sich begeistert, wie intensiv die Paten an der Umsetzung des Stadtleitbildes bereits gearbeitet haben. Auch wenn das Geld fehle, können man durch Ideen und Wissensvernetzung bereits einiges erreichen.

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