St. Rochus: Der Notfall als Regel?

Dieburg (lho) - Als in der Branche nicht unüblich bezeichnete der Leiter des Dieburger St. Rochus Krankenhauses, Markus Bazan, gestern in einer Pressekonferenz die kollektive Kündigung der Intensiv-Ärzte am Dieburger St. Rochus Krankenhaus. Die Gründe der Mediziner kann der Krankenhausleiter allerdings nicht nachvollziehen.

Die vier Ärzte hatten am Montag als Kündigungsgrund Anforderungen genannt, die sie den Patienten gegenüber nicht mit ihrem Gewissen vereinbaren könnten. Eine bewusst vage Formulierung, da sie Repressalien und rechtliche Konsequenzen befürchten. Eine dieser Anforderungen kam beim Gespräch mit der Krankenhausleitung dann doch auf den Tisch: Die Mediziner sollten im Bedarfsfall während ihrer Schicht auf der Intensivstation auch für Einsätze als Anästhesisten im Kreißsaal zur Verfügung stehen.

Als reine Notfallmaßnahme will das die Krankenhausleitung verstanden wissen. Die Ärzte dagegen sehen darin eine generelle Regelung, die nicht mit ihrer Fürsorgepflicht gegenüber dem Patienten vereinbar ist. Bazan führte als Gründe für die Missstimmung zwischen Krankenhausleitung und Ärzten überzogene Autonomieansprüche der Intensivstation um ihren Leiter Dr. Patrick Schmenger ins Feld. Die Patienten seien in Dieburg gut versorgt, so Bazan.

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Rubriklistenbild: © Axel Häsler

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