Ohne Barriere auf den Balkon

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Die Hürde ist genommen: Dank der neuen mobilen Rampe können Rollstuhlfahrer ab sofort auch auf den bewirteten Balkon des Schlosscafés gelangen. Eva Rosenau testet die Neuanschaffung. Mit dabei Bürgermeister Werner Thomas und Stadtpressesprecherin Ulrike Posselt.

Dieburg (db) ‐ Jetzt ist auch der letzte Winkel im Museum Schloss Fechenbach für Rollstuhlfahrer und Gehbehinderte barrierefrei zugänglich. Am Dienstag wurde offiziell die neue mobile Rampe für den Balkonbereich des Museums-Cafés im Schloss Fechenbach vorgestellt.

Initiiert wurde die Anschaffung von Eva Rosenau, der Patin für das Stadtleitbildprojekt „Dieburg zu einer Stadt für Barrierefreiheit machen“. Ihr fiel die für Rollstuhlfahrer und gehbehinderte Menschen nicht unerheblich hohe Stufe zum bewirteten Balkon im Museumscafé direkt ins Auge. Daraufhin regte Rosenau, selbst Fahrerin eines motorisierten Rollstuhls, die Anschaffung einer Aluminiumrampe und einer Türschwellenbrücke an.

Der Vorschlag stieß auch bei der Stadt und den Cafébetreibern auf offene Ohren. Kein Wunder: Das Café ist eine Einrichtung des „Vereins für Behindertenhilfe Dieburg und Umgebung“. Ein Umbau der Terrasse wäre aus denkmalpflegerischen Gründen nicht machbar gewesen.

Ab sofort kann die mobile Rampe bei Bedarf jederzeit beim Personal des Schlosscafés geordert und aufgestellt werden. Die kleine Türschwellenbrücke aus Gummi im Außenbereich des Balkons soll hingegen immer dort liegen bleiben.

Schon das zweite erfolgreiche „Rampenprojekt“

Um die Stabilität der beiden losen Alu-Schienen noch zusätzlich zu verstärken, regte Bürgermeister Werner Thomas einen nachträglich zu installierenden Abstandhalter an. Im Zuge der millionenschweren Sanierung des Fechenbach-Schlosses vor einigen Jahren wurde nahezu das gesamte Museumsgebäude barrierefrei gestaltet. Auch das Museums-Café wurde in dieser Zeit entsprechend eingerichtet. Lediglich der Zugang zum Balkon stellte mit seiner erhöhten Stufe noch ein letztes Hindernis dar. Die Kosten von 635 Euro für die neue „Balkonbrücke“ übernimmt die Stadt Dieburg alleine.

Für Eva Rosenau ist dies bereits das zweite „Rampenprojekt“, das erfolgreich in die Tat umgesetzt wurde. Eine ähnliche Rampe wurde in einem Dieburger Geschäftshaus aufgebaut.

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