Ohne Computer geht ‘s nicht

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Schulleiter Christof Maruschka und Fachbereichsleiter Jochen Ploner freuen sich über die neuen, mit modernen Rechnern ausgestatteten Computer-Arbeitsräume.

Dieburg - Mit alten Computern verhält es sich ähnlich wie mit stumpfen Messern: Man kann zwar mit ihnen arbeiten, aber es ist mühsam und erfordert Geduld. Von Jenny Bieniek

Davon kann auch Christof Maruschka, Schulleiter der Goetheschule, ein Lied singen: „Früher hat allein das Hochfahren gute fünf Minuten gedauert“, erinnert er sich, da sei so eine Schulstunde ruck-zuck um gewesen. „Dieser Zustand war unhaltbar und einfach nicht länger hinzunehmen“, sagt Maruschka, insbesondere, da technische Voraussetzungen im Schulalltag heutzutage immer wichtiger würden. „Bei den kürzlich abgelegten Realschulprüfungen haben 95 Prozent der Schüler ihre Präsentationen mittels digitaler Folien gehalten – und das sogar recht professionell“, verdeutlicht er den inzwischen hohen Stellenwert computerunterstützter Referatspräsentationen. Die neuen Computerräume, die die Schülerschaft der Goetheschule kürzlich erstmals in Betrieb nehmen durfte, kommen also gerade recht.

Drei Räume mit insgesamt 80 Rechnern

„Vorher hatten wir nur zwei Computerräume mit veralteten, selbst zusammengestückelten Rechnern“, so der Schulleiter. Nun aber verfüge man über drei Computerräume mit 80 modernen PCs inklusive Schülerverwaltungsprogramm, neuer Verkabelung und neuen Servern – alles vom Kreis finanziert. Denn neben langen Ladezeiten und nur schwer erreichbaren USB-Schnittstellen auf der Rückseite der Rechner taten sich bei den in die Jahre gekommenen Computern noch ganz andere Probleme auf: „Dokumente, die die Schüler an den heimischen Computern angefertigt hatten, konnten mit der alten Software in der Schule oft nicht geöffnet werden“, erinnert sich Maruschka. Dieses Problem ist nun aber vom Tisch.

Rund 100.000 Euro hat der Landkreis Darmstadt-Dieburg locker gemacht, um die Goetheschule mit neuen Rechnern und Laptops sowie 14 Klassen- und acht Fachräume mit sogenannten Active Boards, dem modernen Pendant zur Tafel, und den dazugehörigen Beamern auszustatten. Zusammen mit den aufgerüstetem Altbeständen verfügt die Schule nun über rund 40 Laptops und mehr als 80 Computer, die künftig nicht nicht nur für Recherchen, sondern nicht zuletzt auch für die elektronische Auswertung von Forschungsexperimenten im Biologie- oder Chemieunterricht genutzt werden sollen. „Hier kommen dann die Laptops zum Einsatz - denn Versuche im PC-Raum sind nicht möglich“, erklärt Fachbereichsleiter Jochen Ploner.

„Schüler kommen mit der Maus in der Hand zur Welt“

„Jeder Schüler hat nun einen passwortgeschützten Bereich, den er für schulische Zwecke, wie beispielsweise das Recherchieren für Referate, nutzen kann“, erklärt Ploner weiter. „Die Schüler kommen ja quasi mit der Maus in der Hand zur Welt, unsereins muss sich aber erstmal daran gewöhnen.“

Neu an der Goetheschule ist auch der moderne Wasserspender, der die Schüler künftig mit frischem Trinkwasser versorgen wird. „Nächste Woche bekommt jeder Schüler noch eine passende Flasche“, berichtet Christof Maruschka nicht ohne Stolz. Dann hat sich auch das lästige Herumtragen der großen PET-Flaschen erledigt.

Quelle: op-online.de

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