In operativer Knieprothetik belegt Rochus Spitzenplatz

Dieburg (eha) - Die AOK Hessen bietet Krankenhauspatienten seit Sommer 2010 eine bundesweit einzigartige Orientierungshilfe im Internet an: Menschen, die an Hüft- beziehungsweise Kniegelenken operiert werden müssen, erhalten im AOK-Krankenhausnavigator auf Basis der Weißen Liste aussagekräftige Informationen über die tatsächlichen Behandlungsergebnisse von Kliniken.

Seither können alle Interessierten - auch Nicht-AOK- Versicherte - sich kostenlos darüber informieren, wo Ärzte besonders gute Arbeit leisten. Das erfreuliche Ergebnis für die Patienten im Dieburger Raum: Das St. Rochus Krankenhaus gehört insbesondere in punkto Knie TEP (Totalendoprothese) Operationen zu den Besten in ganz Hessen.

„Jetzt von offizieller Seite nun bescheinigt zu bekommen, was wir gemeinsam mit Ärzten und Pflegekräften im Sinne der Patienten aufgebaut haben, ist eine fantastische Sache“, sagte Ute Sperling, Generalbevollmächtigte des Vorstands und Leiterin des St. Rochus, anlässlich der Übergabe der positiven Studienergebnisse durch eine AOK-Delegation. „Top-Behandlung im Kniegelenksbereich sei eines der Behandlungsfelder, in denen wir uns weit vom Wettbewerb nach vorne absetzen wollten und wollen, um den Patienten das Beste bieten zu können, was medizinisch und pflegerisch geht“, führt sie aus.

Nicht blindlings eine Klinik auswählen

Ihr ist dabei besonders wichtig, dass die Ergebnisse auf einer breiten Datengrundlage beruhen: „Die AOK Hessen versichert rund 40 Prozent aller Krankenhaus-Patienten im Land. Insofern sind die Daten mehr als aussagekräftig.“

Die große Bedeutung einer sorgfältigen Auswahl des Krankenhauses unterstrich bei dieser Gelegenheit die AOK: „Man sollte nicht blindlings eine Klinik auswählen, nur weil sie geographisch na-he liegt. Mündige Patienten brauchen für ihre Entscheidung fundierte Informationen. Die liefern wir ihm mit dem Krankenhausnavigator - schnell, übersichtlich und umfassend.“

Grundlage des Krankenhausnavigators sind Daten, die nach dem QSR-Verfahren (QSR bedeutet Qualitätssicherung der stationären Versorgung mit Routinedaten) ermittelt wurden. Das Besondere an QSR ist die konsequente Berücksichtigung aller Krankenhausbehandlungen eines Patienten bis zu einem Jahr nach dem ersten Eingriff.

Fairer Krankenhausvergleich

Zur Berechnung der Qualitätsindikatoren werden Abrechnungs-, beziehungsweise Routinedaten verwendet. Solche Routinedaten von Patienten übermitteln Krankenhäuser automatisch an die Krankenkassen, um eine Behandlung in Rechnung zu stellen. Einen Teil dieser Daten werten Statistiker für bestimmte Krankheitsbilder in anonymisierter Form aus und analysieren Art und Anzahl der aufgetretenen Komplikationen während und nach dem Krankenhausaufenthalt von Patienten. Zudem sorgt ein aufwändiges statistisches Verfahren für einen fairen Krankenhausvergleich. Vorteil: Die Daten sind objektiv und beruhen nicht auf den Qualitätsberichten, die von den einzelnen Häusern selber erstellt werden. Die QSR-Analysen werden dabei kontinuierlich weiterentwickelt.

Ein großes Plus des AOK-Krankenhausnavigators ist dessen Langfristigkeit. „Gängige Qualitätsberichte erfassen nur den Zeitraum des stationären Aufenthalts. Mithilfe der QSR-Daten können wir die Patienten weiter verfolgen, auch lange nach der Entlassung. Wenn also jemand beispielsweise wegen einer infizierten OP-Narbe in ein anderes Krankenhaus eingewiesen wird, fließt das in den Navigator ein“, so die AOK. Damit hätten die Patienten jetzt ganz neue Möglichkeiten, wenn es um die Beurteilung der Versorgungsqualität gehe. J ‹ http://weisse-liste.krankenhaus.aok.de

Rubriklistenbild: © dpa

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