Optimierte Arbeitsabläufe, gute Anbindung

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Bei der Einweihung der Rettungswache am Sauer-Kreisel (von links): Bürgermeister Dr. Werner Thomas, Bauamtsleiter Karl Schmitt, DRK-Kreisvorsitzender Dietmar Schöbel, Regierungsdirektor Wilhelm Schier mit gebackenem Schlüssel, Landrat Klaus Peter Schellhaas, Architekt Gerhard Malfet und Geschäftsführer Manfred Stein (DRK Rettungs- und Sozialdienste).

Dieburg ‐  „Die neue Rettungswache Dieburg bedeutet eine wesentliche Verbesserung der Arbeitsbedingungen für die Mitarbeiter“, brachte es Dietmar Schöbel in seiner Funktion als Vorsitzender des DRK-Kreisverbands Dieburg auf den Punkt. VonJens Dörr

Die Dezentralisierung der Wachen macht Sinn und muss einfach jedem am Herzen liegen, der am Wohl der Patienten interessiert ist“, so Schöbel gestern bei der Einweihungsfeier vor den westlichen Toren Dieburgs. Zahlreiche DRK-Mitarbeiter sowie Lokal- und Regional-Politiker, aber beispielsweise auch Vertreter der Johanniter-Unfallhilfe waren gekommen, um die DRK-Rettungswache Dieburg auch offiziell für ihren Dienst zu eröffnen. Die Wache vis-à-vis des Traditionsunternehmens Sauer & Sohn war im Zuge des Kreisel- und Parkplatz-Baus sowie der Neugestaltung der Bushaltestelle errichtet worden.

"Notarztstandort muss in Dieburg sein"

Mit Wilhelm Schier, Regierungsdirektor des Hessischen Gesundheitsministeriums, war auch ein hochrangiger Landespolitiker nach Dieburg gekommen. In seiner Rede vollführte Schier aber auch den mit spitzen Ohren verfolgten Schwenk zu einem andere aktuellen gesundheitspolitischen Thema Dieburgs: „Der zweite Notarztstandort in Dieburg ist enorm wichtig“, betonte Schier. Der müsse einfach in Dieburg sein, damit das Gebiet mit dieser Kompetenz ebenso abgedeckt sei wie mit den Rettungskräften. Im Zuge der im kommenden Jahr anstehenden Novellierung des Hessischen Rettungsdienstgesetzes sprach sich Schier dafür aus, Notfallversorgung und Krankentransport zukünftig generell wieder als organisatorische Einheit herzustellen. Dort, wo dies getrennt organisiert werde, habe es sich nicht bewährt.

Was der Regierungsdirektor ebenfalls nicht vergaß, war der Dank an die DRK-Mitarbeiter: „Sie sind es, die alles mit Leben füllen, was wir uns in Wiesbaden ausdenken“, sagte Schier. Überhaupt dürfe man eins nicht vergessen: „Im Vordergrund wird weiterhin der Patient stehen.“

Lobende Worte fanden auch die anderen Redner. Bürgermeister Dr. Werner Thomas würdigte das Bauprojekt als „Beispiel für die gute Zusammenarbeit zwischen Kreis und Stadt“. Dafür gab es von Thomas einen herzlichen Dank an die Adresse von „Klaus Peter“, wie der Bürgermeister den ebenfalls vortragenden Landrat Schellhaas vertraut ansprach. Einen hob Thomas hinsichtlich des Baus von Rettungswache, Kreisel und Park-and-Ride-Anlage besonders hervor: Bauamtsleiter Karl Schmitt, der durch seinen Einsatz einen entscheidenden Beitrag zum Gelingen des Projekts leistete.

An Schwierigkeiten beim Bau erinnert

Gerhard Malfet, Architekt der Rettungswache, vergaß in seiner Rede indes nicht, dass sich nach dem Baubeginn im Juni auch Schwierigkeiten beim Bau aufgetan hatten. Ein „Riesenpaket Schotter“ habe man wegen des problematischen Erdbodens unterbauen müssen. Letztlich sei aber wichtig, dass das Werk gelungen sei. „Das Gebäude steht fest“, versprach Malfet unter dem Gelächter der Anwesenden in der vollen Garage für die Einsatzfahrzeuge. Auf die „gute Verkehrsanbindung und optimierte Arbeitsabläufe“ durch die neue Rettungswache wies die DRK Rettungs- und Sozialdienste Starkenburg gGmbH in Person von Geschäftsführer Manfred Stein hin. Das Rettungspersonal fände „ideale Bedingungen zum Ausrücken“ vor.

Rund um die Uhr ist die Wache besetzt, insgesamt stehen 14 Rettungsassistenten bereit sowie zwei Rettungsdienstfahrzeuge mit modernster Medizintechnik, von denen eins 24 Stunden und eins zwölf Stunden am Tage eingesetzt werden können. Der knapp 200 Quadratmeter große DRK-Neubau ist gleich dem in Eppertshausen, zusätzlich gibt es allerdings eine weitere Fahrzeugbox.

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