International bekannte Folkloregruppe zeigte Tänze aus Transkarpatien

Osteuropäisches Flair im Altenheim

Bunte Röcke flogen beim Auftritt des Folkloretanzensembles „Pyssanka“ im Dieburger Altenenzentrum.

Dieburg - Eine Brise internationalen Flairs fegte kürzlich durch den Speisesaal des Altenzentrums St. Rochus. Bunte Röcke flogen hoch, drahtige Männer beim Schuhplattlern, junge Mädchen wurden juchzend durch die Luft gewirbelt und dazu temperamentvolle Musik, die zum Mitwippen einlud.

Bewohner und einige wenige Gäste des Altenzentrums bekamen ein schwungvolles Programm osteuropäischer Volkstänze geboten, deren technisch hohes Niveau selbst für das Laienauge nicht zu übersehen war. Zu Gast war das ukrainische Folkloretanzensemble „Pyssanka“ der Darmstädter Partnerstadt Ushhorod.

Mit im Gepäck hatten die vier Tanzpaare und drei Musiker nicht nur ein Potpourri ihrer besten Folkloretänze, sondern auch ihr Markenzeichen - eine äußerst schwierige Hebefigur, die sie bei internationalen Wettkämpfen an die Spitze der Folkloretänzer gebracht hat.

In rasantem Tempo wechselten sich ungarische, slowakische, rumänische Tänze mit denen der Huzulen, einem Bergvolk der Karpaten, und Ukrainer ab. Auch ein deutscher Tanz war zu Ehren der Gäste eigens für ihren 14-tägigen Besuch in Deutschland entwickelt und ins Programm aufgenommen worden. In ihrer Heimat trainieren die Ensemblemitglieder regelmäßig und stellen mit ihrer Choreografin die traditionellen Schrittfolgen, Drehungen und Hebungen immer wieder zu neuen Arrangements zusammen.

Die unterschiedlichsten Volksgruppen leben in Transkarpatien, dem Bundesland dessen Hauptstadt Ushhorod ist, seit Jahrhunderten zusammen.

Genauso abwechslungsreich wie bei den Tänzen wechselten sich die bunten Trachten ab. Dazu passend auch ihr Name „Pyssanka“ – das sind bunt bemalte Holzeier, die man sich traditionell als Zeichen gegenseitiger Zuneigung schenkt.

Begleitet wurde die Gruppe von drei Musikanten auf der Bayan (Knopfharmonika), Violine und dem Zymbal (Hackbrett). Durch das Programm geleitete Peter Gooss, der 1. Vorsitzende des Freundeskreises der Partnerstädte Darmstadts, der den Aufenthalt der Folkloregruppe in Darmstadt organisiert.

Er informierte zu den einzelnen Tänzen, und gab Anekdoten über das Ensemble und deren Heimat zum Besten. Mit den Auftritten in verschiedenen Städten im Landkreis finanziert die Tanzgruppe ihre Reise nach Deutschland.

Im Altenzentrum in Dieburg waren sie nun bereits zum dritten Mal zu Gast und jedes Mal wird der Kreis derer, die sich von dem quirligen Temperament anstecken lassen, größer. „Wir wünschen uns, dass in Zukunft noch mehr Bürgerinnen und Bürger Interesse an unseren Veranstaltungen finden und einfach einmal vorbeikommen“, sagt Marita Averbeck vom Sozialdienst des Altenzentrums, die sich um die Organisation der Veranstaltungen kümmert.

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