Rund 100 Walker und Jogger beim beliebten TV-Lauf dabei

Otzberg-Dieburg: Auf Schusters Rappen

Offenbach-Post

Dieburg -   Ohne Rückfahrschein machten sie sich im Bus auf den Weg zum Otzberg – nach Hause in Richtung Dieburg ging es schließlich auf Schusters Rappen. Und zwar sportlich im flotten Walking-Tempo oder im Dauerlauf. Insgesamt etwa 100 Walker und Jogger, wie „Geher und Läufer“ im Neudeutschen heißen, waren am Samstag bei der 26. Auflage des Otzberglaufes dabei, der alljährlich vom Lauftreff des TV Dieburg ausgerichtet wird. Von Matthias Grimm

Zwei mal startete der Bus auf den Otzberg, zuerst waren die Walker und die Läufer dran, die sich mit acht Stundenkilometern auf den 17,5 Kilometer langen Rückweg machten. Auf der zweiten Tour gingen dann die Läufergruppen an den Start, die ein Tempo von neun bis 12 Kilometern pro Stunde vorlegen sollten.

Das Startsignal vor der Veste Otzberg gab TV-Vorsitzender Uli Bausch, bevor es für die Sportler stramm bergab ging. Der Otzberglauf ist kein Wettkampf, der Spaß an der gemeinsamen Bewegung steht bei den geselligen Laufgruppen im Mittelpunkt.

Eine fast 30-köpfige Gruppe ganz hart gesottener Läufer war bereits von Dieburg aus auf den Otzberg gelaufen, um sich nun mit den „Busfahrern“ auf den gemeinsamen Heimweg zu machen. Sie nutzten die Gelegenheit zu einem „langen Lauf“ in geselliger Runde zur Vorbereitung auf den Frankfurt-Marathon, der Ende Oktober auf dem Wettkampf-Kalender steht. Griesheimer und Dietzenbacher Läufer hatten bei Heidi Schepp vom Dieburger Lauftreff angerufen, um bei dem Otzberglauf dabei zu sein. Der „lange Lauf“ ist ein wesentlicher Bestandteil der Marathon-Vorbereitung, kann aber alleine auch schnell zum „langweiligen Lauf“ werden, weshalb die Marathonis sehr dankbar für Angebote wie den Otzberglauf sind.

Bis Nieder-Klingen ging es schnell voran – kein Wunder, da die Strecke bis dahin nur bergab verlief. Bis Ueberau allerdings mussten die Sportler noch zwei lang gezogene Anstiege bewältigen. Hatten vorher noch rege Gespräche stattgefunden, beherrschte jetzt das Piepsen der Pulsuhren die Geräuschkulisse. Das Signal macht die Sportler darauf aufmerksam, dass sie ihren optimalen Trainingspuls überschreiten – Übersäuerung und Muskelkater wären die Folgen. Ohne Probleme wurden so die Hügel bewältigt und der Tee und die Bananen am ersten Verpflegungsstand in „Iwwero“ schmeckten jetzt besonders gut.

Vorbei an den Reinheimer Teichen kamen schon bald die Kirchturmspitzen von Groß-Zimmern in Sicht, und dank der Gesellschaft der vielen Gleichgesinnten verstrichen die Kilometer für die meisten Sportler fast wie im Fluge. Ruckzuck war Klein-Zimmern erreicht – der schier endlose Radweg bis Dieburg sowie die Steigung an der Autobahnbrücke trennte die Sportler nun noch von der Kuchentafel im TV-Vereinsheim, wo der Otzberglauf seinen gemütlichen Abschluss fand und die geleerten Kohlenhydrat-Depots wieder aufgefüllt werden konnten.

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