Drama über die Odenwaldschule

„Paul, hol´ schon mal den Jaguar!“

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Paul Huttarsch und „sein“ Jaguar. Im Drama „Die Auserwählten“ mimte er unter anderem einen Chauffeur. Die ARD-Produktion wurde im Sommer 21013 am Originalschauplatz gedreht. - Foto: p Paul Huttarsch und „sein“ Jaguar. Im Drama „Die Auserwählten“ mimte er unter anderem einen Chauffeur. Die ARD-Produktion wurde im Sommer 21013 am Originalschauplatz gedreht.

Dieburg/Odenwald - So mancher Dieburger, der am Mittwochabend den beeindruckenden Film über die Missbrauchsfälle an der Odenwaldschule („Die Auserwählten“) gesehen hat, mag sich bei einigen Szenen erstaunt die Augen gerieben haben. Von Lisa Hager 

„Entweder war das der Paul Huttarsch oder er hat einen Doppelgänger“, beschrieb gestern Morgen ein Zuschauer seine Eindrücke. Eine kurze Nachfrage bei der Jugendförderung bringt Aufklärung: „Ja, das war ich“, bestätigt Dieburgs langjähriger Stadtjugendpfleger die Vermutung.

Was viele nicht wissen: Huttarsch ist immer mal wieder als Statist oder in Nebenrollen bei TV-Produktionen zu sehen. Er selbst ist ein begeisterter Hobbyfilmer und bringt seine Kenntnisse auch mit Workshops und Videoprojekten in die Jugendarbeit ein. „Mich interessiert die Atmosphäre am Set einfach“, sagt er. Erst am Mittwoch hatte er den zweiten Drehtag für den nächsten Frankfurt-Tatort auf einer „Hochzeit in Wiesbaden“ in der Söhnlein-Villa. Er macht schon lange beim Tatort mit. Auch beim „Fall für Zwei“ war Huttarsch schon zu sehen.

Wie aber kam er zu dem Engagement in der ARD-Produktion „Die Auserwählten“ mit Ulrich Tukur in der Hauptrolle des ebenso charismatischen wie verbrecherischen Schulleiters, im Film Simon Pistorius genannt? „Ich werde außer in der Casting-Agentur des Hessischen Rundfunks noch in einer weiteren geführt – und die hat bei mir angefragt. So kam ich zu der Statistenrolle.“ Eigentlich sollte er nur einen Besucher mimen, der beim Besuch eines Staatssekretärs in der Odenwaldschule auf der Treppe steht. „Dann haben sie aber auch noch einen Fahrer gebraucht, der den Jaguar des Fördervereinsvorsitzenden – da ist das Lenkrad links – fahren konnte.“ Und so kam Huttarsch, der sich wegen der vielen Warterei am Set auch immer Arbeit mitnimmt, zu seinem zweiten Einsatz. Allerdings konnte er sich mit der ihm verpassten, in Wellen gelegten Frisur nicht so recht anfreunden: „Da habe ich ausgesehen wie Gotthilf Fischer.“

Quelle: op-online.de

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