Pianistin Ekaterina Kitaeva bezaubert bei Benefizkonzert

Perlen für den Gedankenstein

Die Initiatoren des „Projekts Gedankenstein“ hatten die Pianistin Ekaterina Kitaeva für ein Benefizkonzert im Schloss Fechenbach gewinnen können. Foto: V. Scholze

Dieburg (ves) - Mit Standing Ovations bedankte sich das Publikum bei der herausragenden Künstlerin, die ihnen ein unvergessliches Musikerlebnis beschert hatte.

Dank der Vermittlung der Konzertdirektion Richard Berg, konnte die begnadete Pianistin Ekaterina Kitaeva für ein Benefizkonzert zugunsten des „Projekts Gedankenstein“ gewonnen werden. Im Dieburger Schloss Fechenbach bezauberte die russische Musikerin das Publikum mit „Perlen der Klaviermusik“.

Auf dem Programm standen Werke von Beethoven, Chopin, Liszt und Gulda als auch eigene Kompositionen der jungen Künstlerin. Der Abend wurde geprägt von der Symbiose zwischen einer einfühlsamen Künstlerin und Musik voller Emotionen.

Kitaeva erhielt ihren ersten Klavierunterricht bereits mit vier Jahren. Schon bald wurde sie aufgrund ihrer außerordentlichen Begabung in die Fachakademie des Moskauer Tschaikowsky-Konservatoriums aufgenommen.

Ihr Studium absolvierte sie in Moskau und an der Musikhochschule in Frankfurt am Main. Der Pianistin wurden bereits viele Auszeichnungen und Preise verliehen.

In ihren Eröffnungsworten legte Carola Dröse, eine der Initiatoren des „Projekts Gedankenstein“, die Intention des Projektes dar: Durch das „Projekt Gedankenstein“ möchte der Verein den vertriebenen jüdischen Bewohnern Dieburgs ihre namentliche und persönliche Identität zurückgeben und sie somit in den Mittelpunkt der Gesellschaft zurückkehren lassen.

Der Gedanke für das Projekt entstand anlässlich der Ausstellung „Jüdisches Leben in Dieburg“, die im Herbst 2009 in Schloss Fechenbach gezeigt wurde.

Das „Projekt Gedankenstein“ soll viele Menschen ansprechen. Daher kann unter anderem eine Patenschaft für die Namensplatten der ehemaligen jüdischen Bürger erworben werden. Denn besonders durch die namentliche Erwähnung der Betroffenen, werde die ganze Tragödie wieder bewusst vor Augen geführt, erklärte Dröse.

Der Künstler Martin Konietschke unterstützt das Projekt, indem er die Gestaltung des Reliefs des Gedankensteins übernimmt. Dieses Relief  soll nach Fertigstellung als Erinnerung an die vertriebenen jüdischen Familien Dieburgs aufgestellt werden.

Das Konzert, bei dem ein Teil des Erlöses an das „Projekt Gedankenstein“ ging, hat seinen Teil zur Finanzierung dieser Gedenkstelle beigetragen.

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