Petersilie ist der Börsenhit

+
Kakteen, Cocktailtomaten, Kresse und Co. waren bei der Blumen- und Pflanzenbörse am Samstag zu haben.

Dieburg (ula) ‐ Was Buxbäumchen, Petersilientopf und die Königin der Nacht gemeinsam haben? Sie alle standen bei der Blumen- und Pflanzenbörse des Heimatvereins Dieburg im Rampenlicht.

17 Marktbeschicker verwandelten das Areal um Rathaus und Fechenbach-Park in eine blühende und grünende Verkaufsfläche. Gemüsepflanzen, Buxbäumchen mit flottem Design, Gartenkeramik und exotische Kakteen fanden sich hier ebenso wie heimische Stauden und bunte Frühlingssträuße.

Kräuter, vor allem Petersilie, waren der Renner“, so die Bilanz der Anbieter von Nutz- und Gemüsepflanzen. Auch Tomaten, die in vielfältigen Züchtungen von der Minifleischtomate bis zur aromatischen Wildtomate zu haben waren, zählten zu den Verkaufshits. Kakteen waren in etlichen Formen und Größen zu haben.

Mit Holz und Bohrmaschine einen „Wohnblock“ bauen

Auch bereicherten zwei weitere Vereine das Markttreiben. Am Stand der integrativen Kindertagesstätte „Kindernest“ wurden Besucher mit Kuchen und deftigen Speisen verköstigt. Und über die Arbeit der Betreuungseinrichtung für behinderte und gesunde Kinder informiert.

Wo wilde Bienenvölker leben und welche Blumen auf dem Speiseplan der Insekten stehen, das erfuhren Besucher am Stand der Nabu-Gruppe Dieburg. Wer sich für die kleinen Honigproduzenten begeisterte, verfolgte gebannt, wie mit einem Holzstück und Bohrmaschine im Nu ein „Wohnblock“ für Bienenvölker hergestellt wurde.

Mit einer leckeren Maibowle und Literatur rund um die Lokalhistorie begrüßte der Heimatverein Besucher und Passanten. Joachim Steinmetz hatte das Nachtwächtergewand diesmal zu Hause gelassen und war in die Rolle des Grillers am Bratwurststand geschlüpft. Kurzum: Nicht nur für Blumen- und Pflanzenfans wurde viel geboten.

Erlös fließt in Projekte

Die Pflanzenbörse gehört seit über zehn Jahren fest ins Veranstaltungsprogramm des rührigen Heimatvereins. Der Erlös fließt in die Finanzierung zahlreicher Projekte wie etwa der Publikation neuer Bücher. Oder: Der neuen Idee zur Nutzung und Aufwertung des alten Mühlturms. „Wir machen uns für die Begehbarmachung des alten Mühlturms stark“, erklärt Vereinsvorsitzende Maria Bauer.

Das historische Bauwerk, hinter dessen Mauern viele arme Dieburger Sünder eine schreckliche Strafe absaßen, ist im oberen Bereich nicht mehr begehbar. Die Treppe zum Raum im ersten Stock fehlt. Auf dem Wunschzettel des Heimatvereins steht ein Wehrgang, der entlang der alten Stadtmauer errichtet werden und die Begehbarkeit des Mühlturms ermöglichen soll.

DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN

Kommentare