Pfarrfest in Hof und Garten gefeiert

Eng zusammengerückt

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Ein Treff für die ganze Familie, für alle Generationen war das Pfarrfest von St. Peter und Paul, das wegen der Bauarbeiten in der Zuckerstraße gemütlich im Pfarrhof und -garten gefeiert wurde. Der Musikverein sorgte für die begleitenden Rhythmen (links)

Dieburg - Ein Treff für die ganze Familie, für alle Generationen war das Pfarrfest von St. Peter und Paul, das wegen der Bauarbeiten in der Zuckerstraße gemütlich im Pfarrhof und -garten gefeiert wurde. Von Ursula Friedrich 

Seit Papst Urban IV wird Fronleichnam (erstmals 1264) als großes Kirchenfest des Leibes und Blutes Christi gefeiert. Martin Luther nannte es 1527 hingegen das „allerschädlichste Jahresfest“. Hier irrte der Reformator wohl: In der katholischen Pfarrgemeinde St. Peter und Paul führte die Fronleichnamsfeier, insbesondere das Pfarrfest, Menschen unterschiedlicher Konfessionen zusammen.

Traditionell beging die katholische Pfarrgemeinde den Tag zunächst mit der Heiligen Messe. Rund 400 Christen zogen anschließend in der Fronleichnamsprozession durch die Straße und machten an vier Glaubensstationen Halt. Nach dem Schlusssegen Pfarrer Alexander Vogls ging es zum gemütlichen Teil über – wenngleich das beliebte Pfarrfest wegen des Umbaus der Zuckenstraße unter besonderen Vorzeichen gefeiert wurde. Aus Angst, den Festplatz mit Baumaschinen teilen zu müssen, rückte man diesmal zusammen und verlagerte das Festgeschehen vom Kirchplatz in Pfarrhof und -garten sowie ins Pater-Delp-Haus.

Motto: Ins Gespräch kommen

„Miteinander ins Gespräch kommen, ist heute unser Motto“, gab die Pfarrgemeinderatsvorsitzende Doris Diefenbach die Parole aus. Und dies gelang trefflich, als alle aufgrund der räumlichen Voraussetzungen zusammenrücken mussten. Am Zapfhahn zeigte sich die gelebte Ökumene Dieburgs: Hier ließ der evangelische Kirchenvorstandsvorsitzende Dieter Klages den Gerstensaft in die Gläser rinnen.

Um die Mittagszeit drängten sich 350 Gäste des Pfarrfests, um Gegrilltes, Rohkost, Getränke und hernach üppige Kuchen und Torten zu verkosten. „Wir haben rund 40 Helfer, die drei Tage lang auf den Beinen sind“, erzählte Doris Diefenbach. Die Gemeindebücherei ergänzte das Festprogramm mit ihrem Bücherflohmarkt, vor der Kirche wurde ein Spielparcours für kleine Gäste aufgebaut und der Musikverein lud im sonnigen Pfarrgarten zum Platzkonzert.

Bei der Preispolitik setzte die Gemeinde diesmal erneut ein soziales Zeichen: familienfreundliche Preise sorgten zwar nicht für entsprechende Einnahmen (Diefenbach: „Es geht geradeso Null auf Null auf“), dafür konnten aber auch Familien aus einkommensschwachen Verhältnissen bei den vielen Leckereien tüchtig zulangen.

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