Pfiffiges für die Orgelpfeifen

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„So sind wir halt, wir Männer“: Lothar Wolf (vorne) versucht es auch gestisch zu untermauern, worum es beim Phänomen Mann geht. „Feel harmony - die Speeslochfinken“ präsentierten am Samstag ihr pfiffiges Programm „Männer und andere (Orgel)-Pfeifen“ im Pater-Delp-Haus. Der Spendenerlös des Abends kommt der Orgel der Gnadenkapelle zugute.

Dieburg (ves) ‐   „Wann ist ein Mann ein Mann?“ Auf diese Frage, die Herbert Grönemeyer in den Achtziger Jahren beschäftigte, wurde auch am Samstagabend keine ausreichende Erklärung gefunden. Dafür konnten die Speeslochfinken aber umso mehr musikalische Auskunft darüber geben, was denn im Speziellen einen Mann ausmacht.

Stimmgewaltig, mit viel Witz und einer herrlichen Portion (Selbstironie präsentierten sich die acht Herren ihrem zahlreich erschienenen Publikum im Pater-Delp-Haus. Mit ihrem Programm „Männer und andere (Orgel)-Pfeifen“ beleuchteten sie unter der Leitung von Werner Utmelleki, der nicht nur als Dirigent, sondern auch als Sänger fungierte, das „Phänomen Mann“.

Im Rahmen des Orgelbau-Förderkreises „Neue Orgel für die Gnadenkapelle“ gaben die Speeslochfinken ein Benefizkonzert im neuen Pater-Delp-Haus, deren Spenden der neuen Orgel zu Gute kommen werden.

„Auch wenn es bereits anders zu lesen stand: Das Geld für die Orgel ist noch nicht beisammen“, erklärte Pfarrer Alexander Vogl den Anwesenden. „Sollte jedoch jemand wissen, wo sich das Geld befindet, dann möge er mir das bitte mitteilen“, bat er lächelnd. „Wir werden dann umgehend eine neue Orgel kaufen.“ Weiterhin wies er eindringlich darauf hin, dass jeden Monat wie bisher auch die Spendensumme nach Miguel Couto in Brasilien überwiesen werde und die eingehenden Spenden für die Orgel unabhängig davon zu betrachten seien.

Badewasser lässt Frauenherzen schmelzen

Neben dem hohen gesanglichen Niveau standen vor allem die Lockerheit und die Begeisterungsfähigkeit aller Gruppenmitglieder im Vordergrund. Als Moderator und außerdem einziger und tragender Bass fungierte Dr. Werner Thomas, der das Publikum charmant durch den Abend geleitete und auch noch seine schauspielerischen Fähigkeiten unter Beweis stellte.

Auch die anderen Herren glänzten nicht nur durch ihren Gesang, sondern durch Mimik und Gestik, die die Liedtexte eindrucksvoll unterstrichen. Bereits mit dem ersten Titel, in dem sie erklärten „Männer mag man eben“, hatten sie nicht nur die männlichen Besucher auf ihrer Seite, sondern auch die Herzen der Damen erobert. Stimmungsvoll präsentierten sich die Sänger bei dem Lied „Mann im Mond“, das sie in fast völliger Dunkelheit nur mit Grubenlampen ausgestattet sangen. Und als sie dann in Anlehnung an die erste Boygroup der Welt, die „Comedian Harmonists“ treuherzig forderten „Lass' mich Dein Badewasser schlürfen“, flog ihnen auch noch das letzte der Frauenherzen zu.

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